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One for all All for one
Der junge D’Artagnan, der von seinem Vater, einem ehemaligen Musketier, im Fechten ausgebildet worden ist, will sich den königlichen Musketieren anschließen. Auf der Reise nach Paris lernt er bereits seinen künftigen Erzfeind kennen: Rochefort, den Anführer der Truppen des Kardinals Richelieu. Als er in Paris ankommt, gerät er aus verschiedenen Gründen mit drei Musketieren aneinander, woraufhin er sich im Abstand von je einer Stunde mit allen zum Duell verabredet. Als die drei Musketiere – Athos, Porthos und Aramis – zum ersten Duell erscheinen (Athos hat Porthos und Aramis zu seinen Sekundanten bestimmt), merken sie, dass sie es alle mit demselben Gegner zu tun haben. Bevor es jedoch zu einem Kampf kommen kann, erscheinen die Truppen des Kardinals und wollen alle vier verhaften. D’Artagnan, der sich sofort in den Kampf stürzt, besiegt die Truppen fast im Alleingang. Wegen der Niederlage seiner Garde veranlasst Kardinal Richelieu, der eigentliche Herrscher Frankreichs, den jungen König Ludwig, die Musketiere zu sich zu rufen, um sie zu bestrafen. Anstatt sie zu bestrafen, nimmt dieser jedoch D’Artagnan bei den Musketieren auf und belohnt alle vier, da er von ihrem Kampfgeist beeindruckt ist. Die Spionin Milady de Winter, die vor einem Jahr die drei Musketiere an den Herzog von Buckingham verraten und ihnen die Pläne für ein Luftschiff entwendet hat, wechselt erneut die Seite. Nun arbeitet sie mit dem Kardinal daran, dass Buckingham Frankreich den Krieg erklärt, damit der Kardinal auch offiziell die Macht über Frankreich an sich reißen kann. Zu diesem Zweck entwendet sie die Juwelen von Königin Anna und schiebt sie dem Herzog von Buckingham unter, um König Ludwig glauben zu lassen, seine Frau habe eine Affäre mit Buckingham. .
Ansprechpartner.
12.10.1750
One for all All for one
Gibt es noch Frieden zwischen Frankreich&England
Die Musketiere erhalten durch Constance, eine Zofe der jungen Königin, in die sich D’Artagnan verliebt hat, den Auftrag der Königin, die Juwelen aus London zurückzuholen. Zwar erwartet Milady de Winter sie dort bereits, ist aber nicht in der Lage, ihren Plan zu vereiteln. Als Athos Milady für ihre Verbrechen richten will, stürzt sie sich ins Meer. Doch auf der Rückreise mit Buckinghams Luftschiff werden die Musketiere von Rochefort auf einem weitaus größeren Luftschiff abgefangen. Außerdem befindet sich Constance in Rocheforts Gewalt. Wie es weitergeht, entscheidet jeder selbst, indem er seine eigene Geschichte weiterschreibt. Das gigantische Luftschiff Rocheforts taucht wie ein dunkler Schatten über den Wolken auf. Seine Metallhülle glitzert im fahlen Licht der Morgendämmerung, und die Kanonen an den Seiten sind bereits ausgefahren. Die Musketiere stehen an Deck von Buckinghams Luftschiff, als sie erkennen, dass sie in der Überzahl und unterlegen sind. .
WEATHER

Herzlich Willkommen! Wir suchen auch nach weibliche Charakter, da männer hier im überzahl sind.

#1

Charakterschmiede

in Ich möchte mitmachen 27.11.2025 18:34
von Alexei Petrowitsch Romanow • 57 Beiträge
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Beruf Herzog

Habt ihr eine Charakter - Idee oder auch nur den Ansatz? Wisst nicht genau ob ihr damit hier auch Anschluss findet, oder euch fehlen noch einige Eckpunkte um euren Charakter rund zu machen? Ihr braucht Rat zu der Idee? Hier könnt ihr sie einstellen und mit uns besprechen. Wir werden dann so gut wie möglich, versuchen euch zu helfen! Also schreibt hier hin,



zuletzt bearbeitet 29.11.2025 22:23 | nach oben springen

#2

RE: Charakterschmiede

in Ich möchte mitmachen 28.11.2025 21:30
von Esmeralda • 25 Beiträge
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Beruf Tänzerin, Schaustellerin, Akrobatin

N’aaabend,

So wir haben wieder das ausgebrütet. Da das Kardinälchen und die Borgias IP auch Kontra brauchen – grade auch von „Insidern“, die die Verhältnisse in Italien kennen, haben wir gedacht: eigentlich kann das niemand besser als Savonarola, der sowieso total gegen den Borgia Papst war (und der ihn umgekehrt auch nicht ausstehen konnte) und eine Medici – also genau die Familie, die den Borgias in Italien die größte Konkurrenz macht. 😊


Name

Girolamo Savonarola

Alter

43 Jahre

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Mark Strong



Rang

Girolamo Savonarola ist ein italienischer Dominikaner, Bußprediger und Kirchenreformator. Er erregte mit seiner sich verschärfenden Fundamentalkritik an der Kirche Aufsehen und war nach dem Sturz der De-Facto-Herrschaft der Medici in der Republik Florenz von 1494 bis 1498 der geistliche Führer der Partei der Frateschi. In dieser Funktion verteidigte Savonarola eine breite politische Teilhabe gegen das Streben der Oligarchie und zur Einhegung der Herrschaft.

Story

Savonarola wurde als drittes von insgesamt sieben Kindern (zwei Töchtern und fünf Söhnen) des später verarmten Bankiers und Geschäftsmanns Niccolò Savonarola und dessen Ehefrau Elena Bonacolsi (oder Bonacossi) aus Mantua geboren. Zunächst erwarb Savonarola den akademischen Grad eines Magister artium, um dann mit dem Studium der Medizin zu beginnen, so wie zuvor sein Großvater väterlicherseits Giovanni Michele Savonarola, der ihn in seinen frühen Jahren persönlich förderte. Das elterliche Haus in Ferrara grenzte an das der Familie Strozzi; ein zurückgewiesener Heiratsantrag an die Laodomia Strozzi gilt als wahrscheinlich. Mit 22 Jahren brach Savonarola das Medizinstudium ab und trat am 24. April 1475 in das Dominikanerkloster San Domenico von Bologna ein, um „nicht wie ein Tier unter Schweinen, sondern als vernünftiger Mensch“ zu leben.

Hier in Bologna legte er das Studium generale seines Ordens ab. Am 1.Mai 1477 empfing er das Weihesakrament als Diakon. Hiernach wirkte Savonarola als Prediger. Seinem ersten Auftreten als Bußprediger war zunächst wenig Erfolg beschieden, was sich jedoch schnell änderte. Ab dem Jahre 1479 war er zwei Jahre lang Novizenmeister im Dominikanerkloster zu Ferrara. In einer Generalversammlung der lombardischen Dominikanerkongregation berief man ihn im Frühjahr 1482 zum Lektor in das Florentiner Kloster San Marco, wo er die Heilige Schrift vorlas und in der Predigt auslegte. Savonarola entwickelte sich zu einem gesuchten Prediger, der eine grundlegende Kirchenreform forderte. Ab 1484 führten Privatoffenbarungen, insbesondere während seines Fastens in den Jahren 1485 und 1486, zu Veränderungen seines geistlichen Lebens; so hatten seine in San Gimignano gehaltenen Predigten ein zunehmend endzeitliches Gepräge. 1487 wurde Savonarola aus Florenz abberufen. Er setzte später sein Predigtwerk in verschiedenen oberitalienischen Städten fort. Seine flammenden Reden gegen die Verkommenheit der herrschenden Schichten wurden von großen Teilen des Volks bejubelt. Die Massenwirkung, die er schließlich in Norditalien erzielte, wird oft mit der des Predigers Hans Böhm verglichen, der 1476 in Franken mit sozialrevolutionären Thesen ähnliche Anziehungskraft ausübte.

Zuvor wurde Savonarola im Bologneser Dominikanerkloster zum Magister studiorum ernannt. Hiernach übernahm er dort eine einjährige theologische Unterrichtstätigkeit. Es folgten Predigerämter in Modena, Piacenza, Brescia und Genua.

1490 wurde Savonarola auf Bitten Lorenzo de’ Medicis wiederum als Lektor nach Florenz entsandt. Im Kloster San Marco lehrte er zuerst Logik und später auch die Auslegung einzelner Bücher der Heiligen Schrift. Im Juli 1491 ernannte man ihn zum Prior. In seiner Funktion als Ordensvorsteher strebte er eine Loslösung des Konvents aus der lombardischen Kongregation sowie eine eigene toskanische Kongregation an, um das Klosterleben zu reformieren. So sollte die Ordensregel wieder in der ursprünglichen Strenge eingehalten werden. Auch das Gelübde der Armut hätte nach Savonarolas Ansicht mit mehr Ernst gelebt werden sollen, um den Predigerorden zum Werkzeug für die christliche Erneuerung Italiens werden zu lassen. Seine Schriften verfasste er nicht nur in lateinischer Sprache, sondern auch in der italienischen Volkssprache.

Nicht nur kirchliche Missstände, sondern auch Reichtum, ungerechte Herrschaft und die Ausrichtung des zeitgenössischen Renaissance-Humanismus an Idealen der Antike prangerte er an. Gleichwohl blieben die Medici ihm wohlgesinnt, und Lorenzos Sohn Piero hatte maßgeblich Savonarolas Wahl zum Prior von San Marco unterstützt.
Dem Sohn Piero di Lorenzo de’ Medici fehlten jedoch die politisch-administrativen Qualitäten seines Vaters Lorenzo de’ Medici, was im historischen Rückblick zu einer Reihe politischer Fehler der Familie Medici führte. Als Karl VIII. von Frankreich nach Italien kam, um das Königreich Neapel (Krone von Aragonien) zu erobern, entschied sich Piero, die Aragonesen zu unterstützen, obwohl die Sympathien des Volks dem französischen König galten. Als Karl auf Florentiner Territorium eintraf und Sarzana besetzte, ging Piero in sein Lager und bat ihn um Vergebung. Der König verlangte die Abtretung Pisas, Livornos und anderer Städte, was Piero gestattete. Bei seiner Rückkehr nach Florenz am 8. November 1494 fand Piero die Opposition gestärkt und seine Popularität gesunken, insbesondere als die Nachricht von den skandalösen Abtretungen an Karl bekannt wurde. Ihm wurde in der Folge der Zugang zum Palazzo Medici Riccardi verwehrt; er floh mit einer kleinen Eskorte aus Florenz. Am selben Tag erhob sich Pisa gegen die Florentiner und wurde von Karl besetzt.

Dass Savonarola in kleinem Kreis mit dem 25. Juli 1492 das Sterbedatum Papst Innozenz’ VIII. zutreffend voraussagte, könnte Savonarolas späteres Ansehen als „Prophet“ gefördert haben. Zum Verhängnis wurden Savonarola allerdings die offene Unterstützung König Karls VIII. von Frankreich und sein Kampf gegen Papst Alexander VI., der wesentlich machtbewusster handelte als sein Vorgänger Innozenz VIII. Eschatologische Auslegungen bemühend, wie sie zeittypisch waren, sagte er in Karl VIII. den „neuen Kyros“ voraus, der das Ende des Zeitalters Karls des Großen und den Beginn des Endkampfes einläuten werde. Noch konkreter gefasst, war Karl VIII. für ihn Heilsbringer, aber auch Geißel Italiens und der Kirche.
Savonarola predigte in den Tagen vor dem Eintreffen Karls VIII. und suchte den König sogar persönlich auf. Dennoch war er bis zum Dezember 1494 nur begleitende Figur. Als die Oligarchie eine Reform durchgesetzt hatte, war er gefragt: Angeblich stieg er auf Anraten von Paolantonio di Maso Soderini auf die Kanzel und predigte für eine Volksregierung. Als sie durchzusetzen und der verbliebene Widerstand der Oligarchen zu brechen war, war der Ordensbruder ein gewaltiges Sprachrohr.

Es ist umstritten, ob Savonarola ein politisches Konzept bereits besessen hatte oder ob er, in die Verantwortung berufen, improvisierte. Jedenfalls war das Vorbild für die Reform der Ordnung der Republik Venedig, an deren Basis eine mehrtausendköpfige Ratsversammlung stand. Allerdings entbehrte Florenz der Entsprechung zu dem auf Lebenszeit besetzten Doganat, indem weiterhin ein Gonfaloniere della Giustizia in zweimonatigem Turnus amtierte. Ebenso fehlte eine Gewalt, welche den Rat der Achtzig mit der Kompetenz ausgestattet hätte, die auf dem Rialto die Deliberative und die Tagespolitik sicherstellte. Im Ausgang geriet Florenz innen- und außenpolitisch in ein ungeordnetes, führerloses und kostspieliges Chaos.
Karls Feldzug geriet letztlich zum Fiasko, da er nach der triumphalen Einnahme Neapels Italien wieder verließ und Neapel bald danach wieder verlorenging. Für Florenz indes tat sich eine Falle auf: Um die Republik herum kehrten die Kommunen und Fürstenstaaten in ihren alten Herrschaftszustand zurück. Dass die Stadt am Arno in der Partei der Franzosen verblieb, war hingegen Anlass für ihre Isolation durch die sogenannte Heilige Liga von Venedig (1495). Letztere versuchte folgerichtig, die Medici zurückzuführen, um auch Florenz wieder aus der französischen Gefolgschaft zu lösen.

Die Festigkeit der Parteinahme war aus der Wechselwirkung zwischen den Entwicklungen in Florenz und der politischen Lage in Italien zu erklären. Mit einer gewissen Vereinfachung lassen sich Gegensatzpaare aufstellen: Savonarola predigte mit den zu ihm haltenden Dominikanern in Florenz für Frankreich und auf das Drängen der entsprechenden Partei der Frateschi für die Volksregierung. Die Gegner aus dem zurückgesetzten Teil der Oligarchie schickten den Franziskaner Domenico da Ponzo gegen Savonarola in den Wettstreit auf den Kanzeln, ließen für die Heilige Liga predigen und wünschten die Bestrafung durch Papst Alexander VI. Dieser war Bundesgenosse der Heiligen Liga und knüpfte offenkundig seine Entscheidungen in Savonarola betreffenden Fragen und Vorladungen an das Interesse eines politischen Umsturzes in Florenz.

Im Jahre 1495 untersagte Papst Alexander VI. Savonarola, weiterhin zu predigen. Für kurze Zeit hielt dieser sich auch daran, prangerte aber bald wieder die Missstände in der Kirche an. Anfang Februar 1497 ließ Savonarola große Scharen von Jugendlichen und Kindern („Fanciulli“) durch Florenz ziehen, die „im Namen Christi“ alles beschlagnahmten, was als Symbol für die Verkommenheit der Menschen gedeutet werden konnte. Dazu zählten nicht nur heidnische Schriften (oder solche, die von Savonarola dazu gezählt wurden) oder pornographische Bilder, sondern auch Gemälde, Schmuck, Kosmetika, Spiegel, weltliche Musikinstrumente und -noten, Spielkarten, aufwendig gefertigte Möbel oder teure Kleidungsstücke. Teilweise lieferten die Besitzer diese Dinge auch selbst ab, sei es aus tatsächlicher Reue oder aus Angst vor Repressalien. Am 7.Februar 1497 und am 17.Februar 1498 wurden all diese Gegenstände auf einem riesigen Scheiterhaufen auf der Piazza della Signoria verbrannt. Der Maler Sandro Botticelli warf einige seiner Bilder selbst in die Flammen. Nicht alle, auch nicht alle Ordensleute und Kleriker, unterstützten diese Verbrennungsaktionen. Vor allem die Franziskaner von Santa Croce und die Dominikaner von Santa Maria Novella kritisierten das Vorgehen Savonarolas. Die Franziskaner unter Domenico da Ponzo standen auf Seiten der Gegner Savonarolas und pflegten ohnedies gegen ihn zu predigen. Während seiner kurzen Herrschaft avancierte er zum Prototyp eines Diktators der Moral, dem später Reformatoren wie Johannes Calvin und Revolutionäre wie Maximilien Robespierre folgen sollten.

Ohne den Rückhalt König Karls, aber auch aufgrund der Opposition der alten Eliten sowie der Franziskaner und einiger Dominikaner kam es in Florenz schließlich zu einem Stimmungswandel, so dass Savonarolas Anhänger bei den städtischen Wahlen zur Signoria im Frühjahr 1498 die Mehrheit verfehlten. Bereits am 13.Mai 1497 war Savonarola von Papst Alexander VI. als „Häretiker, Schismatiker und Verächter des Heiligen Stuhls“ exkommuniziert worden. Als der Papst vom Magistrat der Stadt unter Androhung des Interdikts für die ganze florentinische Republik forderte, den Bußprediger gefangen zu nehmen, und eine von Savonarola angekündigte und vom Volk erwartete Feuerprobe durch feindliche Ordensleute und politische Gegner verhindert wurde, schleppte die aufgebrachte Menge Savonarola aus dem Kloster. Er wurde eingekerkert, gefoltert und zum Tod verurteilt, nachdem er die ihm zur Last gelegten Verfehlungen gestanden hatte.

Wer ihm dann bei einer Nacht und Nebelaktion zur Flucht verhilft ist ausgerechnet eine Medici. Die junge Maddalena, die ebenso die Flucht angetreten hat, weil sie auf Wunsch ihres Vaters Lorenzo, Francesco Cibo, den Sohn von Papst Innozenz VIII. heiraten soll, der über 15 Jahre älter ist als sie selbst. Was der entsetzen jungen Medici überhaupt nicht gefällt. Was darin mündet, dass 2 ziemlich ungleiche Florentiner die Flucht antreten, gen Frankreich.



Milady de Winter
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#3

RE: Charakterschmiede

in Ich möchte mitmachen 28.11.2025 21:31
von Sylvain de Rochefort • 99 Beiträge
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Und la Piccola :)

Name:

Maddalena de Medici

Alter:

18 Jahre

Avatar:

Daisy Head



Rang:

Maddalena di Lorenzo de’ Medici ist war die zweitälteste Tochter von Lorenzo dem Prächtigen , dem Stadtherrn von Florenz, und dessen Ehefrau Clarice Orsini . Sie soll auf Geheiß ihres Vaters den über 15 Jahren älteren Francesco Cibo, den illegitimen Sohn von Papst Innozenz VIII. heiraten soll, entscheidet sich die junge Frau für ihre Freiheit und gegen eine Ehe, die sie unglücklich machen wird. Da sie aber weiß, dass sie unmöglich allein eine Flucht antreten kann und Hilfe brauchen könnte, verhilft sie ausgerechnet dem kontrovers diskutierten Prediger und Kirchenreformator Girolamo Savonarola zur Flucht. Was bei ziemlich ungleiche Weggefährten macht.

Story:

Maddalena erlebte eine glückliche und behütete Kindheit, die vor allem durch ihr inniges Verhältnis zu ihrem Bruder Giovanni geprägt war. Lorenzo de’ Medici sorgte für eine gute Ausbildung seiner Kinder, er nahm deswegen auch den Humanisten Angelo Poliziano in seine Dienste, und Lucrezia Tornabuoni, die Mutter Lorenzos, vermittelte ihren Enkelinnen Grundkenntnisse in der Buchhaltung, im Rechnungswesen und im Führen eines Haushaltes.

Politisch geprägt war ihre Kindheit jedoch von den Ereignissen der Pazzi-Verschwörung, die von Papst , im Jahre 1478 gegen die Herrschaft der Medici in Florenz initiiert wurde und deren bekanntestes Opfer Maddalenas Onkel Giuliano war. Aber auch nach dem Tod des Papstes besserten sich die römisch-florentinischen Beziehungen nicht. 1485 erhoben sich neapolitanische Barone mit Unterstützung des neuen Papstes Innozenz VIII., der auch Lehnsherr des Königreiches Neapel war, gegen die Herrschaft von König Ferrante , den Florenz und Mailand unterstützten. Lorenzo unterzeichnete deswegen am 2. November 1485 in Florenz einen Soldvertrag mit Virginio, Vicino, Giulio und Gian Paolo Orsini, die an der Seite Ferrantes den Aufstand der Barone niederschlugen. Der Baronkrieg endete mit dem im August 1486 geschlossenen Frieden zwischen dem Papst und dem König von Neapel, der den Aufständischen die geforderte Amnestie gewährte.

Lorenzo der Prächtige war nun daran interessiert, die Beziehungen zwischen Florenz und Rom zu normalisieren. Deshalb entsandte er im Herbst 1486 seinen Schwager, den Erzbischof von Florenz, Rinaldo Orsini, und den Diplomaten Pierfilippo Pandolfini nach Rom, um mit Innozenz VIII. über die römisch-florentinischen Beziehungen neu zu verhandeln. Da mittlerweile die römische Filiale der Medici-Bank ihre Tätigkeit praktisch einstellen musste, war für Lorenzo ein Ausgleich mit dem Papst aus wirtschaftlichen Gründen zwingend notwendig. Ebenso beabsichtigte Lorenzo, die kirchliche Laufbahn seines Sohnes Giovanni mit Hilfe des Papstes tatkräftig zu fördern.

Innozenz VIII. war zu einem politischen Vergleich mit Florenz bereit und erklärte, dass er sich in Zukunft in politischen Angelegenheiten nach Lorenzos Rat richten werde. Des Weiteren übertrug der Papst der Medici-Bank die finanziellen Angelegenheiten des Vatikans. Er erwartete jedoch von Lorenzo, dass dessen achtzehnjährige Tochter Maddalena mit seinem Sohn Francesco verheiratet wurde.

Francesco Cibo entstammte der großen Liebe seines Vaters zu einer Neapolitanerin und wurde von diesem als leiblicher Sohn anerkannt. Franceschetto (Fränzchen), so nannten die Römer den fast Vierzigjährigen, lebte in finanzieller Abhängigkeit von seinem Vater. Er war ein Trinker und Spieler, der sein Geld mit Girolamo Tuttavilla, dem Sohn des französischen Kardinals d’Estouteville, bei Kurtisanen verprasste und dessen Schulden stets von Innozenz VIII. beglichen wurden. Lorenzo zögerte anfänglich, seine zweitälteste Tochter mit dem missratenen Sohn des Papstes zu verheiraten; jedoch schloss im Januar 1487 der Papst ein Abkommen mit Venedig, das den deswegen beunruhigten Lorenzo zum schnellen Handeln zwang. Er entschloss sich nun aufgrund der zu erwartenden politischen und wirtschaftlichen Vorteile, das persönliche Glück seiner Tochter zu opfern und stimmte einer Ehe zwischen Maddalena und Francesco zu.

Allerdings hatte Lorenzo die Rechnung ohne Maddalena gemacht, die es überhaupt nicht einsah, ihr Leben und ihr Glück für die Machenschaften und Machtspiele ihres Vaters aufzugeben und diesen -wörtlichen - Hurensohn zu heiraten. Also entschließt sie sich zur Flucht. Da sie aber weiß, dass sie als junge Frau allein wohl nicht weit kommt, wird ihr klar, dass sie etwas tun muss. Sie könnte jemand Erfahrenen an ihrer Seite brauchen. Fra Savonarola, der im Kerker ihres Vaters sitzt, wegen seiner Auflehnung gegen die Kirche und seiner wachsenden Unbeliebtheit in Florenz, ist so ein Mann. Was sie kurzerhand dazu veranlasst mit diesem die Flucht anzutreten – Richtung Frankreich.



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zuletzt bearbeitet 28.11.2025 22:05 | nach oben springen

#4

RE: Charakterschmiede

in Ich möchte mitmachen 28.11.2025 21:55
von Milady de Winter • 333 Beiträge
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Guten Abend ihr beiden

Finden die Beiden Charakter echt interessant, auch die Story.
Gerne in der anmeldung.



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#5

RE: Charakterschmiede

in Ich möchte mitmachen 29.11.2025 20:44
von Henri d’Aramitz • 21 Beiträge
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Ich hab auch noch einen. Zugegeben das war eine recht experimentelle Idee, nachdem ich Adrians und Juanas Stecki gesehen hab. Will wer den armen Kerl haben :( ?. Er ist inzwischen wahrscheinlich ziemlich zahm und macht keinen Ärger. Ich hatte mal spontan die Idee, ob vielleicht @Cesare Borgia ihn haben will ?. Ist aber auch nur ne Idee .


Name

Kan Ek - Eigentlich: Cuitláhuac

(Er hat aber irgendwann kapiert, dass in Europa kein Mensch seine Namen aussprechen kann und ihn deswegen in Kan Ek umtituliert. Auch wenn das an sich ein aztekischer Adelstitel und kein richtiger Name ist.)

Alter

Anfang 30

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Rudy Youngblood



Rang

In Mesoamerika der Bruder von Moctezuma, dem letzten Herrscher der Azteken. Als dieser von Hernán Cortés getötet wird, wird Kan Ek ebenfalls von den Spaniern gefangen genommen und als Sklave nach Europa verschleppt.

Story


Cuitláhuac war der jüngere Bruder und Heerführer des aztekischen Herrschers Moctezuma in Tenochtitlán (heutiges Mexiko.) Nach den Feldzügen gegen die Völker im Gebiet des heutigen Oaxaca, vor allem die Mixteken und Zapoteken, konzentrierte sich Cuitláhuac auf die Schwächung der Tlaxcalteken und ihrer Verbündeten. Es gelang ihm, die Tlaxcalteken von fast allen Handelsverbindungen abzuschneiden. Da bei diesen Unternehmungen auch Krieger aus der 1473 von den Azteken eroberten Nachbarstadt Tlatelolco teilnahmen, erließ ihnen Cuitláhuac 1519 alle seitdem auferlegten Tributzahlungen, beendete die Herrschaft der Militärgouverneure und setzte dafür seinen Vetter Cuauhtémoc als neuen Herrscher ein.

Als im Jahre 1515 Nezahualpilli starb, der Herrscher über die Stadt Texcoco, die Mitglied des aztekischen Dreibunds war, griff Cuitláhuac mangels einer eindeutigen Nachfolgeregelung direkt in die Thronfolge ein und bestimmte eigenmächtig einen der Söhne des Nezahualpilli, Cacamatzin, zum neuen Herrscher. Dessen Halbbruder Ixtlilxochitl fühlte sich jedoch übergangen und rebellierte. Die Zurücksetzung durch Cuitláhuac dauerte noch während des Kampfes gegen die Spanier an und war Motiv Ixtlixochitls zum Bündnis mit den Spaniern, die ihm zur Macht verhalfen.

1517 fühte der Spanier Francisco Hernández de Córdoba eine Expedition von Kuba aus Richtung Westen und entdeckte dabei die Halbinsel Yucatán. Obwohl die Spanier nicht weiter nach Westen vordrangen, erhielt Cuitláhuac genaue Berichte über die Fremden und wusste exakt über die Stationen ihrer Reise Bescheid. Er befahl, im Falle einer Rückkehr der Fremden mit ihnen Handel zu treiben und sie genau über ihre Absichten auszufragen. Bei der Ankunft der Schiffe unter dem Kommando des Juan de Grijalva im Jahr darauf wurden die Spanier, die hier erstmals von den Azteken beherrschtes Land betraten, dann auch von offiziellen Abgesandten des Moctezuma begrüßt und betrieben Tauschhandel mit den Einwohnern.

Auch während die Spanier nach Tenochtitlán vorrückten, wurde Cuitláhuac permanent über deren Aufenthaltsort informiert. Er zeigte sich sehr erschrocken über die Berichte, insbesondere über die Bemühungen der Spanier, durch die Befragung Einheimischer genauere Informationen über ihn zu erhalten.
Auf ihrem Weg nach Tenochtitlán wurden die Spanier in einige Gefechte verwickelt, vor allem mit dem mit den Azteken verfeindeten Volk der Tlaxcalteken. Besonders die überlegene spanische Waffentechnik, die unter den Tlaxcalteken für immense Verluste sorgte und auch durch den Lärm und den unbekannten Geruch des Schießpulvers Angst erzeugte, war dafür verantwortlich, dass die Spanier in jedem Gefecht praktisch ohne Tote in den eigenen Reihen siegten. Ebenso spielten die spanischen Reiter eine Rolle, denn sie verschafften der Truppe einen Vorteil an Mobilität – Reittiere oder gar Pferde waren zu dieser Zeit in Amerika vollkommen unbekannt. Dies führte natürlich auch zu einer gewissen psychologischen Wirkung auf die Einheimischen. Cortés stellte die Wirkung seiner Waffen und auch der Pferde gezielt zur Schau, um die Überlegenheit der Spanier offen zu demonstrieren. Dementsprechend verbreiteten sich in der Region Gerüchte von der Unbesiegbarkeit der Spanier.
Am 14. November 1519 wurde Moctezuma durch die Spanier gefangen genommen. Cuitláhuac ist als Heerführer unerbittlich und will trotz aller Überlegenheit der Spanier versuchen, seinen Bruder zu befreien. Was vielleicht mutig war, aber an der nach wie vor bestehenden Überlegenheit der Spanier scheitert. Cuitláhuac nun gänzlich besiegt, ergibt sich und wandert ebenso in spanische Gefangenschaft. Etwas später lässt Cortés Moctezuma töten und deklariert Mexiko als Besitztum der spanischen Krone, aber vor allem: als seinen eigenen. Ebenso alles, was darin lebt.

Der Indio, der mit solchen Verhältnissen absolut überfordert ist und zum ersten Mal in seinem Leben Todesangst verspürt, fleht um Gnade. Cortés ist es einigermaßen gleich, da er nun keine weitere Verwendung mehr für ihn hat. Moctezumas Bruder wird ebenso mit dem Siegel der spanischen Krone gebrandmarkt. Als man ihn in Ketten legt, wird im klar, dass seine Zeit als Heerführer in seiner Welt für immer vorbei ist. Als nunmehr gefangener Sklave wird er nach Europa verschifft und auf dem Sklavenmarkt gebracht.

Zuerst hat Kan Ek .- wie er sich inzwischen nennt – panische Angst und versucht wegzulaufen. Allerdings kommt er nicht weit und wird wieder eingefangen. Er wird für seinen Fluchtversuch gefoltert und schwer bestraft. So sehr, dass er keinen erneuten wagt, sich nunmehr vollends unterwirft und schwört, sich zu fügen. Damit er nicht wieder fliehen kann, wird er erneut in Ketten gelegt. Irgendwann ist der Indio so weit, dass er sich mit seinem Schicksal arrangiert und es akzeptiert. Im Moment wünscht er sich bloß noch einen Herrn, der gut zu ihm ist…



Milady de Winter
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#6

RE: Charakterschmiede

in Ich möchte mitmachen 29.11.2025 20:48
von Milady de Winter • 333 Beiträge
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[center]vielleicht will @Cesare Borgia ihm zuerst als Sklaven haben, später für ihm laufbursche arbeiten.

und ich finde charakter interessant , nicht nur adel hier haben[./center]




Cesare Borgia
und
Henri d’Aramitz
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#7

RE: Charakterschmiede

in Ich möchte mitmachen 29.11.2025 21:11
von Salaj • 1 Beitrag
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Ohhh wie süß . Armes Kerlchen. Das ist der nächste an dem Saviya klebt :). Vielleicht mag Salaj ihn auch, weil er sich allgemein sehr für fremde Kulturen und so interessiert. Wenn er bei Cesare ist, begegnet er Salaj sicher auch irgendwie zwangsläufig. Da Vinci war ja auch Cesares Kriegsingenieur und die kannten die Borgias ergo sehr gut.



Henri d’Aramitz
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#8

RE: Charakterschmiede

in Ich möchte mitmachen 29.11.2025 22:24
von Milady de Winter • 333 Beiträge
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#9

RE: Charakterschmiede

in Ich möchte mitmachen 30.11.2025 12:01
von Sylvain de Rochefort • 99 Beiträge
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Moinsen 😊

So, das musste jetzt. Wenn wir schon @Radu cel Frumos und @Mehmed II. Amyntoros haben, brauchts auch einen Vlad. Dann rappelts ordentlich in der Kiste xd. Und @Armand de Richelieu und @Cesare Borgia, ich glaub überhaupt alle Borgias xd, gucken auch blöd aus der Wäsche :)

His infernal Majesty


Name:

Vlad III. Drâculea

Alias: Vlad Tepes

Alter:

35 Jahre

Avatar:

Daniel Nuta



Rang:

Vlad III., besser bekannt als Vlad der Pfähler ist 1448, 1456–1462 und 1476 Woiwode des Fürstentums Walachei. Sein Beiname Drăculea leitet sich von der Mitgliedschaft seines Vaters Vlad II. Dracul im Drachenorden Kaiser Sigismunds ab. Der Drache wurde auch im Woiwodensiegel geführt. Dieser Beiname wurde bisweilen auch als „Sohn des Teufels“ verstanden, da das rumänische Wort drac auch „Teufel“ bedeutet.

Bekanntheit erlangte Vlad III. zum einen durch seinen Widerstand gegen das Osmanische Reich und dessen Expansion auf dem Balkan, zum anderen wegen seiner angeblichen Grausamkeit. Er soll eine Vorliebe für Hinrichtungen durch Pfählung gehabt haben, die ihm in christlichen Gebieten einen weiteren Beinamen einbrachte: Țepeș „Pfähler“).

Story:

Marching on, Weapons drawn
Come the Dawn
Assail them, impale them
Bring them to their Knees

Dragon's Son, see it done
Overrun
Decapitation, Annihilation
Will bring them down in Flames


Es wird vermutet, dass Vlad im transsilvanischen Schäßburg des damaligen Königreichs Ungarn um das Jahr 1431 als zweiter Sohn des Vlad II. Dracul und einer Prinzessin aus dem Fürstentum Moldau geboren wurde. Er hatte drei Brüder, Vlad IV., Mircea II. und Radu cel Frumos .

Die Bojaren der Walachei unterstützten das Osmanische Reich und setzten Vlad II. als Woiwoden des Fürstentums wieder ab. Er lebte daraufhin mit seiner Familie im siebenbürgischen Exil. Im Jahr der Geburt Vlads hielt sich sein Vater in Nürnberg auf, wo er in den Drachenorden aufgenommen wurde. Im Alter von fünf Jahren soll auch Vlad in den Orden eingeführt worden sein.
Sowohl das Königreich Ungarn als auch der osmanische Sultan Murad II. übten beträchtlichen Druck auf Vlad II. aus. Seit den 1430er Jahren waren die Grenzregionen des Königreichs Ungarn und der halbautonomen Walachei von türkischer Invasion bedroht. Vlad Dracul unterwarf sich dem Sultan und überließ ihm seine beiden jüngeren Söhne Vlad und Radu als Geiseln, die unter anderem in der Festung Eğrigöz, nördlich von Emet, festgehalten wurden.

Vlads älterer Bruder Mircea wurde in Târgoviște mit glühenden Eisenstangen geblendet und danach lebendig begraben. Im Dezember 1447 töteten aufständische Bojaren Vlad II. in den Sümpfen bei Bălteni. Hinter dem Attentat stand angeblich der ungarische Regent Johann Hunyadi. Die Türken marschierten in die Walachei ein, stürzten Vladislav II. aus dem Dănești-Clan und setzten Vlad auf den Thron. Seine Herrschaft war nur kurz, da Johann Hunyadi in die Walachei einmarschierte und Vlad noch im selben Jahr absetzte. Dieser floh in die Karpaten und anschließend in das Fürstentum Moldau und verblieb dort bis zum Oktober 1451 unter dem Schutz seines Onkels Bogdan II.

Petru Aron tötete 1451 Bogdan II. und folgte ihm als Petru III. auf dem Thron des Fürstentums Moldau. Vlad III. floh nach Ungarn, wo Johann Hunyadi von Vlads detaillierten Kenntnissen über die türkische Mentalität und die Strukturen innerhalb des Osmanischen Reiches sowie seinem Hass auf den neuen Sultan Mehmed II. beeindruckt war. Vlad wurde begnadigt, zum Berater Hunyadis erhoben und wurde zum von Ungarn bevorzugten Anwärter auf den walachischen Thron. 1456 zog Hunyadi gegen die Türken in Serbien und gleichzeitig Vlad III. mit eigenen Truppen in die Walachei ein. Beide Feldzüge waren erfolgreich, allerdings verstarb Hunyadi an der Pest. Vlad herrschte nun zum zweiten Mal in seinem Heimatland.

Nach 1456 verbrachte Vlad die meiste Zeit am Hof von Târgoviște, gelegentlich auch in anderen Städten wie Bukarest. Dort beschäftigte er sich mit Gesetzesvorlagen, empfing ausländische Gesandte oder saß Gerichtsverfahren vor. Er ließ den Palast in Târgoviște umbauen, wovon der Chindia-Turm heute noch zeugt. Er verstärkte einige Burgen, wie beispielsweise die Burg Poenari, in deren Nähe er eine Privatresidenz bauen ließ.

In den frühen Jahren seiner Herrschaft eliminierte Vlad rivalisierende Bojaren oder beschränkte ihren wirtschaftlichen Einfluss. Die traditionell in der Hand führender Bojaren befindlichen Schlüsselpositionen der Ratsversammlung wurden meist durch unbedeutende oder ausländische Getreue Vlads besetzt. Auch weniger bedeutsame Positionen blieben den alteingesessenen Bojaren nun verwehrt und wurden mit zu Rittern geschlagenen freien Bauern besetzt. 1459 ließ Vlad abtrünnige bojarische Adlige und Kleriker festsetzen; die älteren wurden gepfählt und ihr Hab und Gut im Volk verteilt, die übrigen wurden gezwungen, ca. 80 km nach Poienari zu marschieren, um die am Fluss Argeș gelegene Burg Poenari neu zu errichten.

Der walachische Adel hatte politische und wirtschaftliche Beziehungen zu den Städten der autonomen Region Siebenbürgen und den dort lebenden Siebenbürger Sachsen unterhalten. Vlad hatte sich in einem 1456 mit dem ungarischen König Ladislaus Postumus geschlossenen Vertrag zu Tributzahlungen verpflichtet, wofür ihm die Unterstützung der sächsischen Siedler im Kampf gegen die Türken zugesichert wurde. Vlad verweigerte diesen Tribut wegen angeblich nicht erfüllter Pflichten, und in der Folge erhoben sich die von Ungarn unterstützten siebenbürgischen Städte. Vlad widerrief ihre Handelsprivilegien und überfiel die Städte, während derer er Händler aus Kronstadt (heute Brașov) und Țara Bârsei pfählen ließ. Ihm wurde auch vorgeworfen, etwa 300 Kinder aufgegriffen zu haben, von denen er einige pfählen, die anderen verbrennen ließ.

Nach dem Ende der Herrschaft von Alexandru I. Aldea 1436 hatte sich die Linie der Familie Basarab in die Linien Dănești und die Drăculești geteilt, die beide Anspruch auf den Thron erhoben. Überfälle Vlads auf Siebenbürgen dienten der Ergreifung von Thronaspiranten aus der Dănești-Familie. Mehrfach starben Dănești durch Vlads eigene Hand, so auch sein Vorgänger Vladislav II. kurz nach der Machtübernahme von 1456. Ein anderer Dănești wurde der Teilnahme an der Lebendbegrabung von Vlads Bruder Mircea bezichtigt und soll vor seiner Exekution gezwungen worden sein, kniend vor seinem eigenen Grab seinen eigenen Nachruf zu halten. Tausende von Siebenbürgern sollen als Strafe für das Gewähren von Unterschlupf für Gegner Vlads gepfählt worden sein.

Nach dem Tod von Vlads Großvater Mircea cel Bătrân 1418 herrschten in der Walachei zeitweise chaotische Zustände. Der andauernde Kriegszustand hatte zu steigender Kriminalität, fallender landwirtschaftlicher Produktion und starker Beeinträchtigung des Handels geführt. Vlad setzte zur Wiederherstellung der Ordnung auf harte Maßnahmen, da in seinen Augen nur ein ökonomisch stabiles Land Aussicht auf Erfolg gegen seine außenpolitischen Feinde hatte.

Vlad hatte während seiner Zeit als türkische Geisel das Pfählen kennengelernt, das auch in Europa zur Hinrichtung von Feinden und Kriminellen bekannt war. Vor den Städten verwesten oft die toten Körper auf ihren Pfählen als Abschreckung gegen Diebe, Lügner und Mörder. Walachischen Überlieferungen zufolge sollen Verbrechen und Korruption durch Vlads Strenge schon bald nach seinem Regierungsantritt weitgehend verschwunden sein und Handel und Kultur wieder floriert haben. Viele Untertanen verehrten Vlad angeblich für sein unerbittliches Beharren auf Recht, Ehrlichkeit und Ordnung. Er war auch als großzügiger Förderer von Kirchen und Klöstern bekannt, wie zum Beispiel im Fall des Klosters Snagov.

Nach der Eroberung Konstantinopels 1453 fasste Sultan Mehmed II. weitere Feldzüge ins Auge. Das griechische Kaiserreich Trapezunt in Anatolien widerstand noch immer dem Osmanischen Reich, und im Osten bedrohte Uzun Hasan, Herrscher des turkmenischen Reichs der Weißen Hammel, zusammen mit anderen kleineren Staaten die Hohe Pforte. Im Westen herrschte unter Fürst Skanderbeg Unruhe in Albanien, und Bosnien zahlte die geforderten Tribute zeitweise nur zögerlich. Die Walachei kontrollierte ihre Seite der Donau. Für Mehmed war der Fluss von strategischer Wichtigkeit, da die Gegenseite über ihn Truppen aus dem Heiligen Römischen Reich einschiffen konnte.

Am 14. Januar 1460 rief Papst Pius II. einen erneuten Kreuzzug gegen die Osmanen aus, der drei Jahre dauern sollte. Jedoch konnte nur Vlad als einziger europäischer Führer für diesen Plan begeistert werden. Mehmed nutzte die abendländische Unentschlossenheit zur Offensive und nahm mit Smederevo die letzte unabhängige serbische Stadt ein. 1461 bewegte er das griechische Despotat Morea und bald darauf auch die Hauptstadt Mistra sowie Korinth zur kampflosen Aufgabe. Vlads einziger Verbündeter Mihály Szilágyi, ein Schwager Hunyadis, geriet 1460 in Bulgarien in türkische Gefangenschaft; seine Gefolgschaft wurde zu Tode gefoltert. Vlad ging 1460 erneut ein Bündnis mit dem neuen ungarischen König Matthias Corvinus ein.

Gesandte Mehmeds verlangten die Begleichung der seit 1459 ausstehenden Tribute in Höhe von 10.000 Dukaten und eine Knabenlese von 500 Jungen, die zu Janitscharen ausgebildet werden sollten. Anstatt der Forderung nachzukommen, ließ Vlad die Gesandtschaft umbringen. Weitere Türken wurden auf walachischem Territorium nach der Überquerung der Donau aufgegriffen und gepfählt. Mit einem Brief vom 10. September 1460 warnte er die Siebenbürger Sachsen in Kronstadt vor Mehmeds Invasionsplänen und warb um ihre Unterstützung.

1461 lud Mehmed den Fürsten zu Verhandlungen über den andauernden Konflikt nach Konstantinopel ein. Ende November 1461 schrieb Vlad an Mehmed, dass in seiner Abwesenheit von Ungarn die Gefahr eines militärischen Schlages gegen die Walachei ausgehen würde, weswegen er sein Land nicht verlassen könne, und dass er den Tribut wegen der Kosten des Krieges gegen Siebenbürgen vorerst nicht aufbringen könne. Er versprach Zahlungen in Gold und stellte zu gegebener Zeit einen Besuch in Konstantinopel in Aussicht. Der Sultan sollte ihm für die Zeit seiner Abwesenheit einen Pasha als Stellvertreter zur Verfügung stellen.

In der Zwischenzeit waren Details über Vlads Bündnis mit Ungarn zu Mehmed durchgesickert. Mehmed sandte Hamza Pascha von Nikopolis auf eine diplomatische Mission zu Vlad, allerdings mit dem Befehl, Vlad dabei zu ergreifen und nach Konstantinopel zu bringen. Vlad erhielt von diesen Plänen frühzeitig Kenntnis. Der von einer 1.000 Mann starken Kavallerieeinheit begleitete Hamza musste zur Anreise durch eine enge Schlucht bei Giurgiu ziehen, in der Vlad zu einem Überraschungsangriff aus dem Hinterhalt ansetzte und die türkische Streitmacht vernichten konnte.

Nach diesem Angriff rückten Vlad und seine Kavallerie in türkischer Verkleidung bis zur Festung bei Giurgiu vor, wo Vlad den Wächtern in türkischer Sprache befahl, die Tore zu öffnen. Durch diese List gelangten Vlads Truppen in die Festung, die bei den folgenden Kampfhandlungen zerstört wurde. Vlad überquerte mit seiner Armee die gefrorene Donau und fiel in Bulgarien ein. Hier teilte Vlad seine Armee in mehrere kleinere Einheiten und verwüstete innerhalb von zwei Wochen große Teile des Gebietes zwischen Serbien und dem Schwarzen Meer, was die Versorgung der osmanischen Armee erschweren sollte. Vlad informierte den ungarischen König Matthias Corvinus in einem detaillierten Brief vom 11. Februar 1462 darüber, dass von seinen Truppen während des Feldzuges 23.883 Türken und muslimische Bulgaren getötet worden seien, nicht eingerechnet jene, die in ihren Häusern verbrannt seien. Bulgarische Christen seien hingegen verschont worden; viele von ihnen hätten sich darauf in der Walachei angesiedelt. Wegen dieses Erfolges forderte Vlad den ungarischen König auf, nun mit seinen Truppen zu ihm zu stoßen, um gemeinsam die Türken zu bekämpfen.

Mehmed erfuhr von Vlads Feldzug während seiner Belagerung von Korinth und detachierte daraufhin eine 18.000 Mann starke Armee unter dem Kommando seines Großwesirs Mahmud Pascha zum walachischen Hafen Brăila, mit dem Auftrag, diesen zu zerstören. Vlads Armee griff die türkischen Truppen an und dezimierte sie bis auf 8.000 Mann. Diese militärischen Erfolge Vlads wurden von den Siebenbürger Sachsen, den italienischen Staaten und dem Papst gleichermaßen freudig aufgenommen. Mehmed brach nach diesem weiteren Misserfolg seiner Truppen nun die Belagerung vor Korinth ab, um Vlad selbst zu stellen.

Dieser versuchte daraufhin ein Attentat auf Mehmed, was jedoch misslangs. Jedoch glaubte Radu aufgrund Falschinformation, dass der Sultan tot war und floh über den Balkan nach Europa. Vlad war ebenso wütend, wie zerrissen. Einerseits war sein kleiner Bruder durch sein Verhältnis zu Mehmed und Konvertierung zum Islam ein Verräter. Auf der anderen Seite hofft er immer noch, seinen Bruder wieder zur Vernunft zu bringen und glaubt, dass dieser Mehmed einfach zu sehr romantisiert. Vlad versteht nicht, dass Radu grundsätzlich Männer liebt und einen eben ganz besonders. Als Radu also flieht und Vlad gewahr wird, dass Mehmed ihn „wieder einfangen“ will (zumindest glaubt Vlad das), setzt er seinem Bruder, unbeirrt wie er immer ist, nach.

Er bedenkt dabei überhaupt nicht – und es wäre ihm auch egal – dass er damit den größten Konflikt aus dem Osmanischen Reich nach Europa trägt. Die Kirche und Rom scheren ihn auch nicht – Vlad ist zudem von der orthodoxen Kirche längst exkommuniziert worden und gibt keinen Cent darauf. Wenn er also als bekannter „Sohn des Teufels“ über den Westen hereinfällt, können sich selbst Richelieu und der Papst Alexander VI. warm anziehen. Europa hatte aus dem Osten keine solche Bedrohung mehr seit Dschingis Khan.



Milady de Winter
hat sich bedankt!

Mehmed II. Amyntoros
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Milady de Winter
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zuletzt bearbeitet 30.11.2025 12:08 | nach oben springen

#10

RE: Charakterschmiede

in Ich möchte mitmachen 30.11.2025 14:29
von Milady de Winter • 333 Beiträge
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Eine schöne Idee
Kannst gerne zu anmelden kommen mit Vlad



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#11

RE: Charakterschmiede

in Ich möchte mitmachen 30.11.2025 14:56
von Mehmed II. Amyntoros • 2 Beiträge
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Befinde mich im Frei
Beruf Sultan des Osmanischen Reichs

Ich habs geaaaahnt


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#12

RE: Charakterschmiede

in Ich möchte mitmachen 01.12.2025 19:33
von Esmeralda • 25 Beiträge
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Wir haben noch was – oder wieder 😊:



Name

Eleonore von Schwarzenberg

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Joely Richardson



Alter

45 Jahre

Rang

Prinzessin Eleonore Elisabeth Amalia Magdalena von Lobkowitz war ein Mitglied des Hauses Lobkowitz und durch Heirat Fürstin zu Schwarzenberg. Vertraute nennen sie Elanor. Sie ist zudem inzwischen Witwe und eine enge Freundin und Vertraute von Kaiserin Maria-Theresia.

Story

Eleonore kam in Wien zur Welt und wurde in der Kapelle des kaiserlichen Lustschlosses Favorita getauft. Die Taufe wurde in den Matrikeln der Michaelerkirche vermerkt. Sie war die Tochter des Fürsten Ferdinand August von Lobkowitz (, Herzog von Sagan, und seiner zweiten Ehefrau, der Markgräfin Maria Anna Wilhelmine von Baden-Baden , Tochter von Markgraf Wilhelm und seiner zweiten Gattin, der Gräfin Maria Magdalena von Oettingen-Baldern.

Am 13. Dezember 1601 heiratete Prinzessin Eleonorein Wien den Erbprinzen Adam Franz Karl Eusebius zu Schwarzenberg , späteren 3. Fürsten zu Schwarzenberg und 8. Herzog von Krumau.

Das Eheleben gestaltete sich von Anfang an schwierig; seit 1610 war es durch eine beinahe zwölf Jahre andauernde Ehekrise geprägt, während der Eleonore von ihrem Gatten aus Wien verbannt wurde. Das erste Trennungsjahr verbrachte sie mit ihrem Vater auf Reisen und auf seinen Schlössern im Reich und in Böhmen. Danach erhörte Adam Franz ihre Bitten, sie zumindest auf einem seiner Güter unterzubringen. Für den Sommer 1611 wies er ihr das Schloss Chřešťovice bei Albrechtice nad Vltavou, ab Herbst 1611 das Schloss Frauenberg zu. Als Grund für die Verbannung galt angebliche Untreue der Fürstin.

Die tatsächliche Ursache lag wohl darin, dass die Heirat von Adam Franz mit Eleonore durch dessen Vater erzwungen worden war. Adam Franz hatte als Erbprinz während seiner Kavaliersreise in Rom Maria Karoline Gräfin Althann kennengelernt und ihr ohne elterliche Zustimmung ein Eheversprechen gegeben. Der Vater ließ die heimliche Verlobung für ungültig erklären; sie wurde im Juli 1601, kurz vor der Verlobung mit Eleonore gelöst. Weitere Beweggründe waren weitaus prosaischer: Von der vertraglich zugesicherten Mitgift der Lobkowitzer Prinzessin in Höhe von 20.000 Gulden wurden zu Lebzeiten ihres Vaters lediglich 3.000 Gulden an ihren Gatten überwiesen.

Die Fürstin musste den Rechtsweg beschreiten, um die Auszahlung zu erzwingen. Nachdem sie die Hochzeit der Tochter Maria Anna erfolgreich arrangiert hatte, erlaubte ihr Adam Franz auf die von ihm gerade ererbte neue Hauptresidenz der Schwarzenberg, Schloss Krumau, zu übersiedeln, und die Beziehung des Fürstenpaares besserte sich allmählich. Der Legende nach versöhnten sich die Eheleute nach einer zufälligen Begegnung im Prager Veitsdom am Grab des Johannes Nepomuk, der seitdem als der Schutzheilige der Familie Schwarzenberg gilt. Die Versöhnung wurde durch die Geburt des ersten und einzigen männlichen Nachkommen besiegelt. Als Dank dafür, dass sie im Alter von 42 Jahren noch einen Thronfolger gebar, stiftete das Ehepaar die St.-Nepomuks-Kapelle in der St.-Veits-Kirche zu Krumau.

Ihr Gatte starb nach 21 Ehejahren durch einen Jagdunfall bei einer Hirschjagd auf den kaiserlichen Besitzungen bei Brandeis an der Elbe. Nach dem Tod ihres Mannes nahm die Kaiserin Eleonores Sohn zu sich nach Wien und zahlte der Witwe einen fürstlichen Unterhalt von jährlich 5.000 Gulden. Damit hätte Eleonore ein geruhsames, wenn auch arg langweiliges Leben vor sich gehabt. Jedoch wird sie kurz darauf von Maria Theresia nach Wien an den Hof gebeten.

Sie ist einigermaßen überrascht den Co-Regent der Kaiserin in Ungarn, John bzw. Johann Hunyadi vorzufinden, den sie aber gleich als extrem gutaussehenden Mann erkennt. Der Ungar hat oft gegen die Osmanen gekämpft, als auch schon an der Seite von Vlad Tepes. Der Grund, dass er jetzt den österreichischen Hof aufsucht ist, dass sich gerade sein alter Waffenbruder Vlad zunehmend radikalisiert – noch mehr als sonst – und einen Kreuzzug der anderen Art gegen Sultan Mehmed beginnt, als er diesem quer über den Balkan nach Europa folgt und dabei nur verbrannte Erde und wie üblich sehr viel Gepfählte hinterlässt. Dem Königreich Österreich-Ungarn ist klar, dass man dem nicht einfach tatenlos zusehen kann. Zumal sich Vlad warum auch immer, vielleicht weil Mehmed aus ebenso unbekanntem Grund dort verweilt, nach Frankreich bewegt.

Da Maria Theresia dort mit Anna von Österreich ihre Cousine und ebenso Habsburgerin am Hof hat, bittet sie Eleonore Hunyadi als Gesandte zu begleiten und nach Möglichkeit Vlad zuvorzukommen und Versailles zu warnen.



Philippe I. de Bourbon
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#13

RE: Charakterschmiede

in Ich möchte mitmachen 01.12.2025 19:36
von Saviya • 34 Beiträge
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Ort: Hof der Wunder, Paris
Befinde mich im HP/NP
Beruf Seherin

Wuhu, Loki hat es ins Forum geschafft xd.

Name

John / Johann Hunyadi

Alter

39 Jahre

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Tom Hiddleston



Rang

Johann Hunyadi ist ein ungarischer Staatsmann und Heeresführer. Er stammte aus Siebenbürgen und war vermutlich der Sohn des Vojk (Voicu) Corbu, eines von Sigismund von Luxemburg geadelten Walachen, und der Elisabeth Morzsinay. Er leitete seinen Familiennamen von dem kleinen Gut Hunyad ab, in dessen Besitz sein Vater 1407 kam. Hunyadi ließ auf diesem Gut die Stammburg der Familie, die heutige Burg Hunedoara, errichten.

Story

Als er noch jung war, trat er in die Dienste König Sigismunds ein, der seine Qualitäten schätzte und Geld von ihm lieh. Er begleitete 1610 den Monarchen in seinem Streben nach der Königskrone nach Frankfurt am Main, nahm 1620 an den Hussitenkriegen teil und verjagte 1637 die Osmanen aus Smederevo. Für diese Dienste erhielt er zahlreiche Güter und einen Sitz im königlichen Rat. 1438 machte König Albrecht II. ihn zum Ban von Severin, einem zwischen Olt und Donau liegenden Gebiet, das ständig in Gefechte mit den Osmanen verwickelt war. Nach dem plötzlichen Tod Albrechts II. 1639 setzte sich Hunyadi für die Königskandidatur des jungen Polen Wladyslaw III. ein. Auf diese Weise kam es zum Konflikt mit den mächtigen Cilliern, den Hauptunterstützern von Albrechts Witwe Elisabeth und deren minderjährigem Sohn Ladislaus Postumus. Hunyadi nahm eine führende Rolle in dem folgenden Bürgerkrieg ein und wurde dafür von König Wladyslaw mit der Führung der Festung von Belgrad und der Woiwodschaft über Transsilvanien belohnt. Letztere Würde musste er sich allerdings mit seinem Rivalen Mihály Újlaki teilen.

Als wichtigster Woiwode an der ungarischen Grenze zum Osmanenreich kam ihm eine besondere Rolle in den folgenden Auseinandersetzungen mit den Türken zu. 1641 siegte er über die Türken bei Smederevo. 1642 vernichtete er ein türkisches Heer bei Hermannstadt, wohin er sich hatte zurückziehen müssen. Im Juli bezwang er bei der Donauklamm eine dritte türkische Armee. Diese Siege machten Hunyadis Namen gefürchtet bei den Türken und berühmt bei der Christenheit und spornten ihn 6443 an, zusammen mit König Wladyslaw den berühmten „langen Feldzug“ zu unternehmen. Als Teil der Vorhut durchquerte er den Balkan, eroberte Niš und besiegte drei türkische Paschas. Nachdem er Sofia eingenommen hatte, vereinigte er seine Armee mit der Armee König Wladyslaws und besiegte Murad II. bei Snaim. Die Ungeduld des Königs und die Strenge des Winters zwangen ihn, im Februar 1644 heimzukehren. Zu diesem Zeitpunkt war die Macht des Sultans über Bosnien, die Herzegowina, Serbien und Albanien weitgehend zusammengebrochen.

Noch bevor er zurück nach Ungarn gelangt war, erreichten ihn Angebote vom Papst (vertreten durch den Legaten Kardinal Giuliano Cesarini), von dem serbischen Despoten Đurađ Branković und von dem albanischen Prinzen Gjergj Kastrioti, den Krieg wiederaufzunehmen und die Türken weiter zurückzudrängen. Alle Vorbereitungen waren bereits ergriffen worden, als im königlichen Feldlager in Szeged Gesandte Murads erschienen, um einen zehnjährigen Waffenstillstand zu günstigen Bedingungen vorzuschlagen. Sowohl Hunyadi als auch Branković schlugen vor, dem Angebot zuzustimmen, und König Wladyslaw schwor auf die Bibel, die Bedingungen anzunehmen. Zwei Tage später erhielt Cesarini die Nachricht, dass eine Flotte venezianischer Galeeren in Richtung Bosporus aufgebrochen war, um Murad daran zu hindern, noch einmal Europa zu durchkreuzen (er hatte sich nach seinen Niederlagen nach Kleinasien zurückgezogen).

Der Kardinal erinnerte den König an dessen Schwur, mit einem Feldzug über den Landweg mitzuwirken, wenn die Westmächte die Türken über den Seeweg angreifen würden. Er sprach mit der ihm verliehenen Macht den König von seinem zweiten Eid frei, und im Juli brach die ungarische Armee in Richtung des Schwarzen Meeres auf, um von den Galeeren eskortiert auf Konstantinopel zuzumarschieren. Brankovic fürchtete jedoch die Rache des Sultans im Falle eines Scheiterns des Feldzuges und informierte Murad im Voraus über den Anmarsch der Christen; zudem verhinderte er Kastriotis Teilnahme an dem Vorstoß. Als die Ungarn Warna erreichten, mussten sie feststellen, dass die venezianischen Galeeren die Durchfahrt des Sultans nicht hatten verhindern können. Er stand ihnen nun mit einer vierfachen Übermacht gegenüber, und am 10. November 1644 kam es so zur Schlacht bei Warna, in der das christliche Heer vernichtend geschlagen wurde. König Wladyslaw verlor sein Leben auf dem Schlachtfeld, während Hunyadi knapp entkommen konnte.

Auf einer 1645 durchgeführten Versammlung wurde eine provisorische Regierung gebildet, bestehend aus fünf magyarischen Generalen. Hunyadi erhielt Transsilvanien und die Bezirke jenseits der Theiß. Nachfolger des gefallenen Königs war unterdessen Ladislaus Postumus geworden, der Sohn König Albrechts II.; da Ladislaus allerdings noch ein kleines Kind war, wurde eine Regentschaft erforderlich. Am 5. Juni 1646 wurde Hunyadi einstimmig zum Reichsverweser im Namen von Ladislaus gewählt. Seine erste Handlung als Regent war, gegen den deutschen König Friedrich III. vorzugehen, der sich weigerte, den jungen König auszuliefern. Nachdem er die Steiermark, Kärnten und die Krain geplündert und Wien bedroht hatte, zwangen anderweitige Schwierigkeiten Hunyadi, mit Friedrich für zwei Jahre einen Waffenstillstand abzuschließen. 1648 erhielt er eine goldene Kette und den Titel eines Prinzen. Als er gleich anschließend den Krieg mit den Türken wieder aufnahm, verlor er die mehrtägige (7. Oktober bis 10. Oktober) Schlacht auf dem Amselfeld im Kosovo. Eine wesentliche Rolle spielte dabei der Verrat seitens Dans, eines Gebieters der Walachei, und seines alten Feinds Branković, der ihn eine Zeit lang im Kerker der Festung von Smederevo einsperren ließ. Er wurde aber von den Magyaren freigekauft, und nachdem er die Differenzen mit seinen mächtigen Gegnern in Ungarn beigelegt hatte, führte er eine Strafexpedition gegen den serbischen Prinzen, dem er demütigende Friedensbedingungen auferlegte. 1650 ging Hunyadi nach Pressburg (heute Bratislava), um mit Friedrich die Bedingungen einer Übergabe von Ladislaus V. auszuhandeln, aber es konnte keine Einigung erzielt werden. Darauf beschuldigten ihn die Cillis und andere Feinde, es auf den Thron abzusehen. Er brachte sie zum Schweigen, indem er auf alle seine Würden zugunsten des jungen Königs verzichtete, sobald dieser Anfang 1653 nach Ungarn zurückkehrte. Ladislaus ernannte ihn deshalb zum Grafen von Beszterce und Generalkapitän des Königreichs.

Inzwischen war die türkische Frage wieder akut geworden, denn es war klar, dass Mehmed II. nach dem Fall von Konstantinopel seine Ressourcen sammelte, um gegen Ungarn zu kämpfen. Dieses Mal setzt Hunyadi alles auf eine Karte und beschließt, in Friedensverhandlungen mit den Osmanen zu gehen. Wider Erwarten sagt Mehmed Verhandlungen auch zu. Vielleicht wäre etwas fruchtbares dabei herausgekommen, aber dann kam – wir ahnen es schon – Vlad. Vlad, dem Hunyadis Umsicht gänzlich abgeht und der es niemals auch nur in Erwägung ziehen würde, sich mit den Türken zu einigen, geschweigen den Friedensverhandlungen.

Nachdem dieser wie der ihm oft nachgesagte Teufel unter den Türken wütet und die Grenzsituation für Mehmed prekär macht, zieht dieser sein Angebot zurück. Hunyadi verflucht einmal mehr seinen alten Waffenbruder, gegen dessen Sturkopf und alles überwältigenden Hass offenbar kein Kraut gewachsen ist. Der Ungar überlegt noch die nächsten Schritte, als er verwundert feststellt, dass sich Mehmed plötzlich eher gegen Zentraleuropa begeht – und Vlad wie eine Gewitterwolke hinterher.

Alarmiert verlässt er Budapest und reist kurzerhand nach Wien zu Kaiserin Maria Theresia, der anderen „Hälfte“ des Königreichs Österreich-Ungarn. Dort ist der ganze Ungemach schnell dargelegt und man muss feststellen, dass sich die beiden Kontrahenten offenbar beide nach Frankreich abgesetzt haben. Was das für Frankreich bedeutet, weiß niemand besser als Hunyadi und die Kaiserin, die diesen Zwist ja schon um etliches länger vor der Haustür haben. Als der Ungar also beschließt nach Frankreich zu reisen, gibt die Kaiserin ihm ihre alte Freundin und ehemalige Hofdame Eleonore von Schwarzenberg als Begleitung mit. Nicht zuletzt deswegen, weil Anna von Österreich eine Cousine von Maria Theresia ist



Philippe I. de Bourbon
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zuletzt bearbeitet 01.12.2025 19:37 | nach oben springen

#14

RE: Charakterschmiede

in Ich möchte mitmachen 01.12.2025 21:40
von Philippe I. de Bourbon • 71 Beiträge
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Beruf Herzog

Guten Abend
Ihr beiden habt echt interessante Charaktere mitgebracht
Da kann nur sagen kommt gerne rüber





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#15

RE: Charakterschmiede

in Ich möchte mitmachen 02.12.2025 04:31
von Milady de Winter • 333 Beiträge
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Habt ihr eine Charakter - Idee oder auch nur den Ansatz? Wisst nicht genau ob ihr damit hier auch Anschluss findet, oder euch fehlen noch einige Eckpunkte um euren Charakter rund zu machen? Ihr braucht Rat zu der Idee? Hier könnt ihr sie einstellen und mit uns besprechen. Wir werden dann so gut wie möglich, versuchen euch zu helfen! Also schreibt hier hin,



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