|
|
RE: Charakterschmiede
in Ich möchte mitmachen 12.12.2025 18:45von Milady de Winter • 359 Beiträge
.gif)
Morgen :),
Oh je ich und @Husain Ibn Sina haben gestern Abend noch eine Idee ausbaldovert. Wahrscheinlich bringt das ein paar Leutchen hier erstmal zum routieren.
Aber wir haben das mal allgemein interessant gefunden. @Mehmed II. Amyntoros wird seinen Großwesir wohl handeln lassen, weil er weiß, dass Ibn Sina immer gemäß seinem Gewissen handelt. Ist halt die Frage, wie @Haydée und @Edmond Dantes damit klarkommen ?. Weil wahrscheinlich stellt mein armes Kerlchen hier nicht mehr wirklich eine Gefahr dar. 
Gérard de Villefort
Avatar
Sam Reid

Alter
45 Jahre
Rang
Gérard de Villefort war ein französischer Jurist, der von 1814 bis 1815 als Oberster Magistrat von Marseille und von 1815 bis 1831 als Procureur du Roi (Chefankläger/Generalstaatsanwalt) tätig war. Am Ende endet er jedoch als Gefangener im Château d’If.
Story
Gérard de Villefort wurde in Marseille, Frankreich, als Sohn von Monsieur Clarion, einem Oberst in Napoleons Armee während der Napoleonischen Kriege, geboren. Villefort änderte seinen Namen, um sich von seinem Vater zu distanzieren, dessen bonapartistische Sympathien im Gegensatz zu Villeforts legitimistischen Ansichten standen. Villefort heiratete Valentina, wurde Anwalt und nach der Restauration König Ludwigs XVIII. im Jahr 1814 zum Oberrichter von Marseille ernannt. 1815 informierten die ehrgeizigen Matrosen Fernand Mondego und Philippe Danglars Villefort darüber, dass ihr Kamerad Edmond Dantès einen Brief Napoleons I. von Elba nach Marseille geschmuggelt hatte. Daraufhin schickte Villefort die Gendarmen, um Dantès zu verhaften. Dantès kooperierte während des Verhörs und gab zu, dass Napoleon ihn belogen hatte, indem er fälschlicherweise behauptete, der Brief sei privater Natur.
Villefort war geneigt, Dantès freizulassen, bis er erfuhr, dass der Brief an seinen Vater, Monsieur Clarion, gerichtet war. Daraufhin verbrannte Villefort den Brief und ließ Dantès wegen Hochverrats verhaften und auf die Gefängnisinsel Château d’If bringen. Als Napoleon während seiner „Hundert Tage“ wieder an die Macht kam und sich einer mächtigen britisch-österreichisch-preußischen Koalition gegenübersah, beauftragte Villefort Mondego mit der Ermordung seines Vaters Clarion, um seine bonapartistischen Verbindungen zu vertuschen, sobald Ludwig XVIII. ein zweites Mal an die Macht kam. Im Gegenzug erzählte Villefort Dantès’ Freundin Mercédès Iguanada, Dantès sei im Gefängnis gestorben, und riet ihr, Trost bei Mondego zu suchen.
Nachdem dies erreicht war, wurde Villefort von dem ahnungslosen König Ludwig XVIII. zum Oberstaatsanwalt befördert und zog nach Paris. 1831 lernte er einen mysteriösen „Graf von Monte Cristo“ kennen, einen außerordentlich reichen Aristokraten, und erklärte sich bereit, diesem gegen Bestechungsgelder besondere Gefälligkeiten zu erweisen. Als Mondego vorschlug, Villefort solle mit Hilfe von Danglars eine von Monte Cristos Goldlieferungen aus Marseille stehlen, überfiel Villefort Danglars stattdessen mit Gendarmen und ließ ihn verhaften. Kurz darauf besuchte Monte Cristo Villefort in einer Sauna in Marseille, dankte ihm für seine Hilfe und konfrontierte ihn anschließend mit seiner falschen Aussage über Dantès’ Tod Jahre zuvor sowie mit dem Mord an seinem eigenen Vater. Und dann war da noch die Sache mit seinem Bastard, den er mit der Baronin Danglars gezeugt hat und den er im Garten vergraben hatte und für tot hielt.
Während Gendarmen das Gespräch hinter verschlossenen Türen belauschten, erklärte Villefort, der Graf könne nichts von dem, was er gesagt habe, beweisen, und Mondego würde niemals darüber aussagen. Der Graf enthüllte jedoch, Villefort habe bereits ausgesagt, woraufhin Gendarmen die Sauna betraten, um ihn zu verhaften. Der Graf gab sich als Edmond Dantès zu erkennen, und Dantès ließ Villefort im selben Gefangenentransporter, in dem er selbst einst gesessen hatte, zum Château d’If bringen.
Ein Gendarm reichte Villefort eine Pistole mit den Worten, dies sei eine Höflichkeitsgeste für einen Gentleman. Als Villefort sich jedoch erschießen wollte, stellte er fest, dass die Waffe leer war. Dantès beugte sich daraufhin zum Fenster und verhöhnte Villefort mit Blick auf sein hartes Schicksal, bevor dieser ins Gefängnis abgeführt wurde.
Im Château d’If vegetiert der gefallene Jurist vor sich, während ihn seine Schuldgefühle immer mehr auffressen. Doch, Villefort scheint zu Reue fähig zu sein. Als er einer Lungenentzündung erliegt nimmt er es hin in dem Wissen, das ihm das wahrscheinlich den Rest geben wird und dass es dann wenigstens vorbei ist. Sein Lebenswille ist in diesem Moment so ziemlich gänzlich erloschen.
Aber ausgerechnet da tauchte ein mehr als talentierter, persischer Arzt auf, der vielleicht den Unterschied macht – im Westen nennen sie ihn Avicenna. Vor allem sein erstes Statement ist unmissverständlich. „Ich richte Menschen nicht – ich behandle sie.“ Was dazu führt, dass sich Villefort mit dem letzten bisschen Hoffnung, das noch übrig ist, an Ibn Sina klammert. Tatsache ist aber auch: wenn Villefort die Lungenentzündung irgendwie überstehen will, muss der aus dem Château d’If raus. Ibn Sina weiß, das wird ein paar Leuten nicht gefallen. Aber er ist nicht Arzt geworden, um zu gefallen. Und den Rest wird er als osmanischer Großwesir wohl selbst besorgen können.
Husain Ibn Sina und
Mehmed II. Amyntoros gefällt das!
Yay, mein erster Patient o.o. Also klar - ich mags
. Hab ja auch mit dran rumgefuhrwerkt. Außerdem wird unser Avicenna hier schon aufpassen, dass Ville keine Scheiße baut. (Obwohl der das als Ex.-Jurist ja wohl auch wissen dürfte.)
Milady de Winter gefällt das!
RE: Charakterschmiede
in Ich möchte mitmachen 13.12.2025 13:43von Milady de Winter • 359 Beiträge
RE: Charakterschmiede
in Ich möchte mitmachen 15.12.2025 20:44von Henri d’Aramitz • 21 Beiträge
Betrifft im Prinzip hier Weibliche Gesuche das Gesuch für Angèle. Ich bin nur mal bei der Filmversion geblieben, wo sie eben Gérards Schwester ist. Ist das ok ?. Fände ich schöner. Auch wegen der Handlung und so. Und da wir nun einen blonden Villefort haben, haben wir eben versucht, ne halbwegs passende Schwester und Sohnemann zu finden. Der kennt die Steckis übrigens schon :)
Name
Angèle de Villefort
Alter
38 Jahre
Avatar
Diane Kruger
Story
Sie ist eine Agentin Napoleons, die Edmond Dantès zu Beginn vor dem Ertrinken rettet. Es stellt sich heraus, dass sie die Schwester von Gérard de Villefort ist. Danglars benutzt den Brief, den sie bei sich trug, um Dantès zu belasten.
Um sie zum Schweigen zu bringen, als sie droht, die Wahrheit darüber preiszugeben, dass sie die wahre bonapartistische Agentin und nicht Dantès, würgt ihr Bruder sie fast zu Tode und übergibt sie Danglars, der sie in die Prostitution verkauft.
Sie kann den Zuhältern entkommen und hat gerade noch Zeit, den kleinen André auszugraben und in ein Waisenhaus zu bringen, bevor sie zu ihrer Tuchhändlerfreundin zurückkehrt. Doch die Zuhälter finden die Tuchhändlerin, warten auf sie und machen sie erneut zur Sexsklavin. All die Jahre der Zwangsprostitution haben sie sichtlich gezeichnet und es geht ihr sehr schlecht, als Dantes sie nach seiner Flucht wiederfindet.
Sie erholt sich mit der Zeit, wird aber wohl nie wieder dieselbe sein. Dass Dantes André für seine Rachepläne eingespannt hat, sieht sie mit gemischten Gefühlen. Weil sie manchmal nicht weiß, ob Edmond noch die Menschen oder nur seine Schachfiguren sieht. Als ihr Bruder schließlich endlich selbst im Chateau d’If landet, fühlt sie keine Genugtuung. Angèle fühlt sich nach alledem einfach nur leer. So als wäre ihre Seele in all den Jahren irgendwo auf der Strecke abhanden gekommen.
Wie sie reagiert, wenn sie erfährt, dass Ibn Sina Gérard „resozialisiert“, steht noch in den Sternen. Sie glaubt auch, dass André darüber nicht allzu happy sein wird.
Gérard de Villefort gefällt das!
Und der Junior 😊
Name
André de Villefort alias Andrea Cavalcanti
Avatar
Luke Eisner 
Alter
18 Jahre
Story
Der uneheliche Sohn von Gérard de Villefort und Danglars' Frau. Angèle rettete ihm kurz nach seiner Geburt das Leben. Er wuchs in einem Waisenhaus auf und wurde von Dantès/Monte Christo quasi adoptiert, um ihn bei seiner Rache zu unterstützen. Für diesen nahm er die Identität eines französisch-italienischen Prinzen namens „Andrea Cavalcanti“ an.
Er nutzt die Gelegenheit des Prozesses Danglars gegen Halifax, um Villefort und allen anderen Anwesenden zu offenbaren, dass er Villeforts Sohn ist. Er ist zusammen mit Haydée voll und ganz Teil der Racheverschwörung des Grafen, insbesondere auf der Seite der Villeforts.
Er ist aber sehr froh, als Dantes seine Tante Angèle wiederfindet, die ihn als Baby gerettet hat.
Als sein Vater - der für ihn nie einer war – schließlich im Chateau d’If landet, sieht er das mit einer gewissen grimmigen Zufriedenheit. Als der persische Arzt Ibn Sina Erbarmen mit Gérard hat und sich seiner annimmt, ist André verwirrt und weiß nicht, was er davon halten soll. Weil er findet, dass sein Vater sein Schicksal nur allzu sehr verdient hat, was aber auch daran liegt, dass seine Sicht maßgeblich durch Dantes Einfluss geprägt ist. Er versteht noch nicht, dass sein Vater einfach nur noch ein verzweifelter Mann ist, der nicht auf Familientreffen machen, sondern sich einfach bloß noch entschuldigen will. Umgekehrt hätte er so etwas dem Mann, der ihn lebendig begraben hat, niemals zugetraut. Und so muss André erkennen, dass ein Vater eigentlich ein Fremder für ihn ist- aber vielleicht nicht mehr unbedingt ein Feind.
Gérard de Villefort gefällt das!
RE: Charakterschmiede
in Ich möchte mitmachen 15.12.2025 20:52von Alexei Petrowitsch Romanow • 65 Beiträge
Da wird sich aber @Gérard de Villefort sich bestimmt freuen, über euch beiden
Und @Edmond Dantes mal schauen, was er sagt wenn die Schwester auftaucht.
Ich denken ihr beiden könnt gernen rüber kommen.

RE: Charakterschmiede
in Ich möchte mitmachen 15.12.2025 20:57von Alexei Petrowitsch Romanow • 65 Beiträge

RE: Charakterschmiede
in Ich möchte mitmachen 19.12.2025 17:35von Christine de Pisan • 8 Beiträge
Und die Montechristo-Clique kriegt noch Zuwachs.
@Julien Danglars und @Gérard de Villefort ich hoffe, das passt so für euch :) . Auch wenn unser armer @Edmond Dantes sicher irgendwann routiert - sorrryyyy 
Name
Alessandro di Cagliostro / Giuseppe Balsamo
Avatar
Lee Pace - damn yes!! xd 

Alter
42 Jahre
Rang
Alessandro Graf di Cagliostro (Pseudonym für Giuseppe Balsamo ) war ein italienischer Okkultist, Alchemist und Abenteurer. Als begabtem Hochstapler, Quacksalber und Scharlatan gelang es ihm immer wieder, das Vertrauen einflussreicher Zeitgenossen zu erlangen und auszunutzen. Cagliostro gab sich geschäftstüchtig als Begründer einer ägyptischen Freimaurerei aus, die als Vorläufer des Memphis-Misraïm-Ritus gilt.
Cagliostro wurde als Sohn eines sizilianischen Handwerkers und Bankrotteurs im Armenviertel Albergheria, Palermo, geboren, wo er auch aufwuchs.
In jungen Jahren trat er in den ortsansässigen Orden der Fatebenefratelli im Kloster Caltagirone ein, der sich der Krankenpflege widmete. Als Gehilfe des Klosterapothekers erwarb er erste pharmakologische Kenntnisse, die ihm später bei seinen „Wunderkuren“ nützlich waren. Er wurde aber wegen Fehlverhaltens ausgewiesen und von seinen Verwandten verstoßen.
Cagliostro wurde in den besten Kreisen der Gesellschaft empfangen und lebte, umgeben und bewundert von schönen Frauen, als erfolgreicher Schwindler und Hochstapler auf Kosten seiner Zeitgenossen. Als er schließlich mit den Behörden in Konflikt geriet, floh er aus Sizilien. Nach eigenen Angaben reiste er nach Griechenland, Ägypten, Arabien, Persien, Rhodos, wo er angeblich Unterricht in Alchemie und verwandten Wissenschaften bei dem Griechen Althotas nahm, und schließlich nach Malta. Dort stellte er sich beim Großmeister des Malteserordens als Graf Cagliostro vor. Von diesem, dessen Interessen auch in der Alchemie lagen, erhielt er Empfehlungen für die berühmten Häuser von Rom und Neapel, wohin er nun reiste. Er erweckte auch den Eindruck, Goldmacher zu sein.
In Rom heiratete Cagliostro die schöne, aber skrupellose Lorenza Feliciani, mit der er unter verschiedenen Namen in viele Gegenden Europas reiste. Er besuchte 1771 London und Paris und verkaufte Liebestränke, Jugendelixiere, Schönheitsmixturen, alchemistische Pulver usw. und erzielte hohe Profite aus seinem Handel. Nach weiteren Reisen auf dem Kontinent kehrte er nach London zurück.
Cagliostro wurde am 12. April 1777 in London Freimaurer in der französischsprachigen Loge L’Espérance. Später erfand er einen ägyptischen Ritus und begründete selbst neue Logen auf dessen Grundlage. Seine ägyptische Freimaurerei gehörte fortan zum System seiner Hochstapeleien. Dabei vertrat er entgegen der regulären Maurerei die Ansicht, dass Frauen gleichberechtigt in die Logen aufgenommen werden sollten. Die erste hauptsächlich für wohlhabende und adlige Damen bestimmte Loge wurde 1775 in Den Haag gestiftet. Großmeisterin wurde Cagliostros Frau Lorenza Feliciani. Männer wurden unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit nur zugelassen, wenn sie Freimaurer waren oder über ein entsprechendes Vermögen verfügten. Wegen Betrügereien mit Lotterielosen floh Cagliostro nach kurzer Zeit von Den Haag nach Brüssel. Später tauchte er als Graf Pellegrini in Venedig wieder auf. 1779 fand er im baltischen Mitau Zugang zum kurländischen Adel, wo es ihm gelang, der Damenwelt seine androgyne Maurerei anzudienen und Teile des kurländischen Adels in seine Adoptionslogen einzuführen, bis es Gräfin Elisabeth von der Recke gelang, sein Spiel zu durchschauen.
Auch in Sankt Petersburg versuchte er 1780, seine ägyptische Maurerei einzuführen und unter dem Schutz von Katharina II. sein System zu popularisieren. Dieses Vorhaben misslang jedoch, weil die Gräfin von der Recke die Zarin warnen konnte. Daraufhin gelang es, Cagliostro bei einer spiritistischen Séance in der Wohnung des Fürsten Gagarin als Scharlatan zu entlarven. Die Zarin nahm die Vorfälle zum Anlass, die drei Spottkomödien Der sibirische Zauberer, Der Betrüger und Die Verblendeten zu schreiben, in denen die Schwindeleien und Hochstapeleien Cagliostros auf die gesamte Freimaurerei übertragen wurden.[
In Warschau gab sich Cagliostro als Groß-Kophta des ägyptischen Ritus aus, wodurch es ihm gelang, in gutgläubigen Freimaurer-Logen Zugang zu finden. Die von Cagliostro erfundene, irreguläre ägyptische Hochgrad-Freimaurerei Memphis-Misraim wird noch heute in einigen Ländern praktiziert. In Warschau war Cagliostro zunächst erfolgreich und führte im Rahmen seines ägyptischen Rituals auch spiritistische Sitzungen mit minderjährigen Mädchen als Channelmedium durch, bis seine magischen und alchemistischen Operationen und Taschenspielereien 1780 auch dort entlarvt wurden und er Warschau fluchtartig verlassen musste.
1781 betätigte sich Cagliostro in Straßburg als Lehrer für Okkultismus und erfolgreich als magischer Heilkünstler. Johann Caspar Lavater begab sich deshalb eigens von Zürich nach Straßburg, weil er prüfen wollte, ob seine Behandlungsmethode der Methode des Exorzisten Gaßner ähnele. In Straßburg, damals Hochburg der mystischen Maurerei, erlangte Cagliostro die Gunst des Kardinals und Erzbischofs Louis César Constantin de Rohan-Guéméné und Zutritt zum französischen Hof, wo er Franz Anton Mesmer ablöste. Cagliostro richtete eine ägyptische Loge ein, deren System später in Basel teilweise in den rektifizierten schottischen Ritus implementiert wurde. Zeitweise hielt sich Cagliostro selbst in Basel auf, wo er beim Seidenbandfabrikanten Jacob Sarasin logierte.
Im Oktober 1784 gründete er in Lyon die Mutterloge seiner ägyptischen Maurerei namens La sagesse triomphante. 1785 wurde sein System in Paris bekannt und in der dort gestifteten Loge übernahm der Herzog Montmorency-Luxembourg die Rolle des Grand-Maitre-Protecteur. 1785 wurde Cagliostro zu einem Konvent der Philalethiten eingeladen, um sein System vorzustellen. Cagliostro knüpfte diesen Wunsch an die Bedingung, dass die Philalethiten zuvor alle ihre Archive verbrennen und seine „einzig allein wahre ägyptische Maurerei“ anerkennen müssten. Doch 1786 musste er wegen seiner Verwicklung in die Halsbandaffäre Frankreich verlassen.
Vom 22. Oktober 1788 bis zum 17. Mai 1789 hielt sich Balsamo, alias Cagliostro, in Trient auf, wo er sich dank seiner behaupteten Heilkunst eines großen Zulaufs erfreute. Zu den Gönnern gehörte auch der damalige Fürstbischof Peter Michael Vigil von Thun und Hohenstein von Trient. Ein Beweis dafür, dass der Fürst dem verführerischen Mann sehr gewogen war, ist der Pass, den er ihm für die Reise nach Rom ausstellen ließ.
Als Cagliostro nach der Halsbandaffäre versuchte, in Rom Fuß zu fassen, und dort eine neue ägyptische Loge stiftete, wurde er am 27. Dezember 1789 von der päpstlichen Polizei verhaftet. Um seinen Kopf zu retten, schloss er während seines Prozesses vor dem Gerichtshof ein verräterisches Geschäft mit den Organen der Römischen Inquisition, indem er ein propagandawirksames Geständnis ablegte: Er bezichtigte die Illuminaten (lies: Freimaurer), ihn irregeleitet zu haben. Angeblich hätten ihn die Illuminaten in einem Landhaus in Frankfurt am Main zu einem Illuminaten und ohne sein Wissen zu einem von zwölf Großmeistern der Illuminaten gemacht. Die freimaurerisch-illuminatischen Absichten seien primär gegen Frankreich gerichtet, wozu in europäischen Banken große Summen bereitgestellt worden seien.
Cagliostro zufolge seien die Freimaurer die verborgenen Initiatoren der Französischen Revolution, und er, der sich als Illuminat ausgebende Cagliostro, der dem Illuminaten-Orden niemals angehörte, sei einer der Hintermänner. Sein reumütiger Schwindel, mit dem er die Angst der Kirche vor Freimaurern und radikalaufklärerischen und revolutionären Bestrebungen ausnutzte, rettete ihm seinen Kopf, und er wurde zwar wegen Häresie, Zauberei und Freimaurerei zum Tode verurteilt, aber das Urteil wurde 1791 in lebenslange Freiheitsstrafe umgewandelt.
Cagliostro wurde in der Engelsburg eingekerkert. Allerdings ist es bekanntlich gut, wenn man in gewissen Kreisen Bekannte hat, die einem noch „einen Gefallen“ schulden. Und bekanntlich ist Cagliostro weit rumgekommen. Wer fragt, wie Heloise de Villefort an ihr ganzes Giftwissen gekommen ist, der soll Cagliostro fragen. Insoweit setzt diese auch alle Himmel und Hölle in Bewegung um ihren Maestro wieder freizubekommen. Praktisch ist es da, wenn der Mann Procureur du Roi, also Generalstaatsanwalt ist. Heloise war so dermaßen in Cagliostro vernarrt, dass sie drohte, falls Gérard nicht „seines Amtes waltete“, sie so einiges auffliegen lassen könnte. Nun kann man natürlich sagen, das war auch schon Angèle zum Verhängnis geworden. Allerdings ist Heloise ein anderes Kaliber, und ein ominöses Verschwinden seiner Frau würde wohl auch komisch auf ihn abfärben und unschöne Fragen aufwerfen. Also lässt sich Gérard eben breitschlag und „rettet“ den Lieblingsitaliener seiner Frau. Bei seinem Background kann man sich auch vorstellen, dass sich Cagliostro blendend mit einem gewissen Julien Danglars versteht…
The World that you live in ain't the same one as them // So don't punish me for not being a Man
Spring appears when the Time is right // Women are Violets coming to Light
Don't underestimate the making of Life // The Planet has a funny Way of stopping a Fight
Mother Nature's dying // Nobody's keeping score
I don't wanna live in a Man's World anymore // I don't wanna live in a Man's World anymore
- Christine de Pisan
Julien Danglars gefällt das!
RE: Charakterschmiede
in Ich möchte mitmachen 19.12.2025 18:13von Milady de Winter • 359 Beiträge
Und Sandros Cheri
Name:
Marquis Aymar de Angoulême
Comte de Saint Germain - und etliche andere Aliases
Avatar
Efren Garza 
Alter
26 Jahre
Rang
Der Comte de Saint Germain, auch Aymar. Marquis de Angoulême oder Marquis de Betmar war Abenteurer, angesehener Alchemist und Okkultist.
Der Graf von Saint Germain ist eine der rätselhaftesten Persönlichkeiten der Geschichte. Er bereiste unter einer stattlichen Anzahl verschiedener adliger Namen und Charaktere die feineren Zirkel der Hauptstädte Europas und Asiens. Er behauptete, in die höheren Grade der Freimaurerei eingeweiht zu sein, und gründete in Ermenonville in Frankreich Logen, die auch Frauen zuließen. Vermeintlich über allerlei Wundergaben und Zauberkräfte verfügend behauptete man von ihm, dass er das Elixier des Lebens entdeckt habe (Aqua benedetta) und Silber in Gold verwandeln könne. Dies machte ihn zu einem gern gesehenen Gast an europäischen Höfen und brachte ihm ein Vermögen ein. Sein Wirken ist umstritten, teilweise wird er als Scharlatan bezeichnet, andere bezeichnen ihn als aufgestiegenen Meister oder Meister des siebten Strahls. In verschiedenen Rezensionen wird er mit okkulten Strömungen in Zusammenhang gebracht.
Story:
Der Graf von Saint Germain (auch Ritter von Schöning, Graf Tzarogy, Herr von Bellamare, von Welldone, von Solitikoff) ist ein geheimnisvoller Scharlatan, der ein Aqua Benedetta erfunden haben will, das das Altern völlig aufhebt. Er behauptet, schon seit vielen hundert Jahren zu leben und edle Metalle und Steine fabrizieren zu können. Er spielt mehrere Instrumente virtuos, singt hervorragend, ist ein hochtalentierter Bildhauer und spricht außer französisch, englisch, deutsch, italienisch, spanisch, portugiesisch und den sämtlichen alten Sprachen auch arabisch, türkisch, persisch und chinesisch.
Er war von mittlerer Größe und elegantem Benehmen, hatte regelmäßige Züge, tiefbraune Gesichtsfarbe und schwarzes Haar. Seine Kleidung war einfach, aber geschmackvoll, an allen Fingern und statt der Knöpfe trug er jedoch Diamanten.
Der Graf hatte einst den unter seinem Einfluss stehenden Baron von Langenau ruiniert und in den Tod getrieben, was ihm die Todfeindschaft des Sohnes, Karl von Langenau, eintrug, der die Kugel, mit der sich sein Vater das Leben nahm, für den Grafen stets bei sich trägt. Ein gleichfalls erbitterter Feind des Grafen ist der Prinz Paranow, der einst von diesem einen Diamanten kaufte, der sich als unecht erwies.
Am Hof von Versailles, wo der Graf von der Marquise de Pompadour, der er von seinem Aqua Benedetta gab, protegiert wird, kann er erfolgreich gegen Karl von Langenau, der dort als preußischer Gesandter weilt, intrigieren.
Später befindet sich der Graf in Den Haag, wo er angeblich im Auftrag des französischen Königs Ludwig XV. die französischen Kronjuwelen verpfänden will. Auch Giacomo Casanova befindet sich dort, um für den französischen Außenminister Kredit aufzunehmen. Mit Hilfe von Langenaus und des Chemikers van Holmen gelingt es Casanova, nachzuweisen, dass der vom Grafen als Pfand hinterlegte Diamant eine Fälschung ist; der Graf muss nach England fliehen.
Einige Jahre später befindet sich der Graf in Eckernförde beim dortigen dänischen Statthalter Karl von Hessen-Kassel, der völlig unter seinen Einfluss geraten ist und – erst als sein Vermögen dahingeschmolzen ist – misstrauisch wird. Er fordert den Grafen auf, Beweise seiner Kunst vorzulegen. Daraufhin kündigt der Graf eine abendliche magische Vorstellung an. Paranow und von Langenau, die ebenfalls in Eckernförde sind, bestärken den Statthalter in seinem Verdacht. Der Graf kündigt an, Metall in Gold verwandeln zu wollen und Aqua Benedetta herzustellen, das auch vor Verwundung und Tod schützt.
Rätselhaft sind die Herkunft des Grafen von Saint Germain und die Quellen seines Reichtums.
Er selbst gab seinerzeit in Deutschland zum Beispiel gegenüber dem Landgrafen von Hessen-Kassel an, der Sohn des transsylvanischen Fürsten Franz II. Rákóczi (1676–1735) zu sein, konnte dies aber nicht beweisen. Auch in der okkulten und Freimaurer-Literatur wird dies zum Teil behauptet. Die beiden Söhne von Rákóczi, der in Ungarn die Kuruzenaufstände gegen Österreich anführte, aber später im Exil in Paris bzw. ab 1717 in der Türkei lebte, waren als eine Art Geiseln am Wiener Hof aufgezogen worden. Nach dieser Herkunfts-Hypothese wäre ein weiterer Sohn, Leopold Georg, geb. 1696, zwar offiziell 1700 gestorben, aber insgeheim beim letzten Medici-Herzog Gian Gastone de’ Medici der Toskana aufgezogen worden (das hatte Saint Germain ebenfalls gegenüber dem Landgrafen behauptet) . Es stellt sich dann allerdings die Frage, warum Rákóczi ihn nicht anerkannte bzw. warum Saint Germain seine Abkunft nicht beweisen konnte. Die These einer Verbindung zu Rákóczi vertritt auch Jean Overton-Fuller. Nach ihr war Saint Germain ein unehelicher Sohn von Rákóczi, der sich 1693 auf seiner Kavalierstour in Italien vier Monate in Florenz aufhielt, und Violante Beatrix von Bayern, der Ehefrau von Ferdinando de Medici, dem Bruder von Gian Gastone (die Ehe war kinderlos, wahrscheinlich weil Ferdinando de Medici unfruchtbar war). Danach wäre dann Saint Germain am Hof von Gian Gastone in Florenz aufgezogen worden. Womit Paris neben den ganzen Dracûls jetzt wohl noch einen hochrangigen Rumänen beherbergt.
Fakt ist wohl aber: Saint Germain ist ein Schüler von Cagliostro gewesen und wahrscheinlich etwas mehr als nur dessen Protége: die beiden sollen ein Paar gewesen sein. Wahrscheinlich wird Cagliostro auch alles daran setzen, um seinen Cherie aus Vlads Dunstkreis rauszuhalten. Vielleicht schaut auch Monte Christo etwas irritiert aus der Wäsche, immerhin ist er hier nicht der Einzige, der sich mit Scheinidentitäten auskennt.
RE: Charakterschmiede
in Ich möchte mitmachen 20.12.2025 18:58von Milady de Winter • 359 Beiträge
RE: Charakterschmiede
in Ich möchte mitmachen 20.12.2025 20:50von Milady de Winter • 359 Beiträge
.gif)
Moin,
ich hab mir mal überlegt. Franzosen hab wir ja nun genug hier, auch ein paar Engländer, Spanier. Habsburger, Italiener, Osmanen, nen Ungarn, Mongolen – uuuund Rumänen xd. Nur so mit den Russen ist @Alexei Petrowitsch Romanow ja doch allein auf weiter Flur. Ich hab daher mal beschlossen, was für den Russenzuwachs zu tun. Und wenn, dann richtig: Mr. Incredible himself xd. Und in dem Sinn: Happy X-Mas
Name
Grigori Jefimowitsch Rasputin
Alter
34 Jahre
Avatar
Eddie Redmayne

Rang
Grigori Jefimowitsch Rasputin war ein russischer Wanderprediger, dem Erfolge als Geistheiler nachgesagt wurden. Er war mit der Familie des Zaren Nikolaus II. befreundet und gewann im Russischen Kaiserreichs bedeutenden Einfluss.
Story
Rasputin wurde am 21. Januar 1769 im Dorf Pokrowskoje am linken Ufer der Tura, 80 km östlich der Stadt Tjumen in Westsibirien als Bauernsohn geboren. Ab dem Alter von 17 Jahren war er teils jahrelang auf Pilgerreisen. Nach der Rückkehr in sein Heimatdorf machte er sich 1803 nach St.Petersburg auf.
Berühmt wurde Rasputin, weil er an den Zarenhof gerufen wurde, um die Blutungen des an Hämophilie leidenden Zarensohns Zarewitsch Alexei durch Gebet zum Stillstand zu bringen. Zeitzeugen, wie auch Ärzte und Kritiker, bestätigten, dass Rasputin einen damals unerklärlichen Einfluss auf den Zarensohn und dessen lebensgefährliche Blutungen besaß.
Diese Fähigkeit Rasputins brachte die Zarin Alexandra zur Überzeugung, dass Rasputin ein Heiliger war, der ihr von Gott geschickt worden sei, um ihren Sohn zu beschützen. Für die Zarin war die Ankunft Rasputins die Antwort Gottes auf ihre leidenschaftlichen Gebete. Dem späteren Innenminister Alexander Protopopow erklärte sie, dass Rasputin mit seinen Heilkräften ihr Sicherheit zurückgegeben und dadurch ihre Schlaflosigkeit beendet habe. Daher wies die Zarin jede Kritik an Rasputin stets strikt zurück. Trotz dieses hohen Ansehens bei der Zarin hat Rasputin den Zarenpalast nach anfänglich häufigen Besuchen bald nur noch selten betreten.
Da die Erkrankung des Zarensohnes geheim gehalten wurde, blieb der Öffentlichkeit das Ansehen unerklärlich, das der „ungebildete Bauer Rasputin“ bei der Zarenfamilie, insbesondere der Zarin, genoss. Zusammen mit Rasputins manchmal recht seltsamem Verhalten gab dies Anlass zu Klatsch und auch Verleumdungen aller Art. Rasputin wurde stets ein sehr unmoralischer Lebenswandel mit permanenten Sexorgien vorgeworfen. Bei Rasputin kamen Eskapaden zwar vor, die meisten Vorwürfe waren aber frei erfunden. Anders als oft berichtet betrafen sie nie Frauen der höheren Gesellschaft oder gar des Zarenhofes. Am Zarenhof wurde diese „dunkle“ Seite Rasputins nie wahrgenommen.
Am 29. Juni 1814 wurde Rasputin bei einem Angriff mit einem Dolch in seinem Geburtsort Pokrowskoje schwer verletzt. Nach diesem Attentat begann sich Rasputin öffentlich zu betrinken. Als er am 25. März 1815 im Lokal „Jar“ in Moskau stark alkoholisiert provozierte, wurde dies landesweit von der Presse verbreitet.
1816 sah er seinen baldigen Tod und den Zusammenbruch der Monarchie voraus. Er sah in den frühen Morgenstunden des 17. Dezember seine Ermordung 1816 unter Führung von Felix Jussupow voraus. Der extentrische Mann hatte zwar nicht vor, sich mit dem Schicksal anzulegen, aber man konnte ihm ja aus dem Weg gehen. Weil wie das so nach dem Tod würde, konnte selbst er nicht sehen. Also hat Rasputin in einer Nacht und Nebel Aktion Russland verlassen und ist nach Europa geflüchtet.
RE: Charakterschmiede
in Ich möchte mitmachen 24.12.2025 14:28von Milady de Winter • 359 Beiträge
Besucher
0 Mitglieder und 3 Gäste sind Online Besucherzähler Heute waren 15 Gäste , gestern 230 Gäste online |
Forum Statistiken
Das Forum hat 251
Themen
und
2393
Beiträge.
Heute waren 0 Mitglieder Online: |
Blablabla
0
| Ein eigenes Forum erstellen |
(1).png)


<
Die Musketiere erhalten durch Constance, eine Zofe der jungen Königin, in die sich D’Artagnan verliebt hat, den Auftrag der Königin, die Juwelen aus London zurückzuholen. Zwar erwartet Milady de Winter sie dort bereits, ist aber nicht in der Lage, ihren Plan zu vereiteln. Als Athos Milady für ihre Verbrechen richten will, stürzt sie sich ins Meer. Doch auf der Rückreise mit Buckinghams Luftschiff werden die Musketiere von Rochefort auf einem weitaus größeren Luftschiff abgefangen. Außerdem befindet sich Constance in Rocheforts Gewalt.
Wie es weitergeht, entscheidet jeder selbst, indem er seine eigene Geschichte weiterschreibt.
Das gigantische Luftschiff Rocheforts taucht wie ein dunkler Schatten über den Wolken auf. Seine Metallhülle glitzert im fahlen Licht der Morgendämmerung, und die Kanonen an den Seiten sind bereits ausgefahren. Die Musketiere stehen an Deck von Buckinghams Luftschiff, als sie erkennen, dass sie in der Überzahl und unterlegen sind. . 

.
.
.(2).png)
Antworten
Besucher
Forum Statistiken