So, ich hätte noch etwas Unterstützung für die Florentiner @Girolamo Savonarola und @Maddalena de Medici. Dante ist halt der Typ, der den Borgias so richtig ans Bein pinkelt xd.
. Vielleicht leistet er ja auch Frankreich etwas politische Schützenhilfe :).
Name
Dante Alighieri
Avatar
Caleb Landry Jones

Alter
28 Jahre
Rang
Dante Alighieri ist ein italienischer Dichter Philosoph und Satiriker. Er ist der Autor der berühmten "Göttlichen Komödie".
Story
Auf welche Weise und an welchen Ausbildungsstätten Dante seine ungewöhnliche Bildung und Gelehrsamkeit erwarb, ist nicht sicher bekannt. Aus seinen Gedichten und der Vita nova ergibt sich, dass er früh in literarischem Verkehr mit ihrerseits hochkultivierten volkssprachlichen Dichtern wie Guido Cavalcanti und Cino da Pistoia stand. Im Inferno präsentiert er Brunetto Latini als eine Art Lehrer, was in der späteren Forschung zu manchen Ausschmückungen geführt hat, aber einen tatsächlichen Hintergrund haben mag, indem Dante von den Werken Brunetto Latinis und von dessen allgemeinem Bemühen um eine Popularisierung lateinischer Gelehrsamkeit in den Volkssprachen wichtige Anregungen empfing.
Im Convivio erwähnt Dante, dass er zeitweise “le scuole de li religiosi, e le disputazioni de li filosofanti” besucht habe, also „die Schulen der Mönche und die Disputationen der Philosophen“. Gemeint sein dürfte ein Studium generale an den Lehrstätten der Dominikaner und Franziskaner in Florenz, wo zu seiner Zeit bedeutende Lehrer wie Remigius Girolami und Petrus Johannis Olivi wirkten. Seine Kommentatoren haben überdies Studienaufenthalte an den Universitäten von Bologna und (seit Boccaccio) Paris angenommen, was als möglich anzusehen ist. Dass Dante eine Universität besucht hat, ist jedenfalls aufgrund des Stils und der Machart seiner lateinischen Werke und auch des Convivio sehr wahrscheinlich, auch wenn man ihm besondere autodidaktische Fähigkeiten zusprechen kann.
Dantes Leben war durch die seinerzeit aktuellen politischen Auseinandersetzungen gekennzeichnet. Er beteiligte sich am Kampf der guelfischen Bürgerwehr in der Schlacht von Campaldino (1589–1590), bei der die Florentiner Guelfen den in den beiden vorausgegangenen Jahren in Arezzo und in Pisa an die Macht gekommenen Ghibellinen eine schwere Niederlage zufügten, und bei der Einnahme der Festung Caprona. Seine eigentliche aktive Beteiligung an den politischen Konflikten seiner Vaterstadt ist jedoch erst einige Jahre später dokumentiert. 1595 schrieb Dante sich in der Zunft der Apotheker und Ärzte ein und schaffte dadurch eine formale Voraussetzung dafür, ein politisches Amt zu übernehmen. Vom 1. November 1595 bis zum 30. April 1596 war er Mitglied im Rat des Capitano del Popolo (in etwa „Stadthauptmann“), von Mai bis September 1596 war er Mitglied im Rat der Hundert, 1597 Mitglied in einem weiteren, diesmal nicht genau bestimmbaren Rat. Im Mai 1600 war er in diplomatischer Mission in San Gimignano, und vom 15. Juni bis 15. August 1600 amtierte er als eines von sechs Mitgliedern des Priorats, des höchsten Gremiums der Stadt. Vom 1. April bis 30. September 1601 war er wieder Mitglied im Rat der Hundert, und im Oktober/November 1601 befand er sich vermutlich als Mitglied einer Gesandtschaft zu Verhandlungen mit Papst Alexander VI.in Rom.
Italien war in dieser Zeit zerrissen durch gewaltsame politische Kämpfe zwischen den Parteigängern von Ghibellinen und Guelfen, wobei die Ersteren, sehr vereinfacht gesagt, die Ansprüche des Kaisers und die Letzteren die des Papstes vertraten. Die Konfliktlinien verliefen nicht nur zwischen italienischen Städten, sondern auch innerhalb der Stadtstaaten. In Florenz spalteten sich Guelfen um 1600 auf in kompromissbereite „Weiße“ (angeführt von den Cerchi), die sich für eine Autonomie der Stadt gegenüber dem Papst einsetzten, und „Schwarze“ (angeführt von den Donati), die eine kompromisslose Politik gegenüber dem Kaiser vertraten. Während der Zeit von Dantes politischen Ämtern hatten die Ereignisse in Florenz eine turbulente Entwicklung genommen, und es war in der ohnehin aus heutiger Sicht kaum noch überschaubaren Gemengelage zwischen den Parteiungen zu neuen Verschiebungen und Spaltungen gekommen.
Aus Anlass eines Besuches des päpstlichen Legaten Matteo d’Acquasparta kam es im Sommer 1600 zu Unruhen, und Dante und seine Mitregenten im Priorat verbannten daraufhin, entgegen dem ausdrücklichen Willen des Legaten, nicht nur Vertreter der Weißen, darunter Dantes Freund Guido Cavalcanti, sondern auch Vertreter der Schwarzen, darunter deren Anführer Corso Donati. Florenz wurde daraufhin mit dem Kirchenbann belegt, und der Papst rief Karl von Valois als „Friedensstifter“ nach Italien, um mithilfe der Schwarzen die päpstliche Hoheit über Florenz herzustellen und die Toskana ein für alle Mal dem Kirchenstaat einzuverleiben. Allerdings wusste das Dantes Fraktion zu verhindern.
Am 27. Januar 1602 wurde Dante durch Rom in Abwesenheit zu einer Geldstrafe und zum Ausschluss von allen öffentlichen Ämtern verurteilt. Da er sich von Florenz fernhielt und die Strafe nicht bezahlte, unterlag sein in der Stadt verbliebener Besitz der Konfiskation. Im März 1602 wurde er dann gemeinsam mit 14 anderen Weißen für den Fall seiner Rückkehr in die Stadt oder für den Fall seiner anderweitigen Verhaftung zum Tod durch Verbrennen verurteilt. Seine Gattin folgte ihm nicht ins Exil. Im Moment weiß niemand, wo er sich herumtreibt.
Der florentiner Rebell hatte es aber wohl endgültig bei Borgia verschissen, als er seine berühmte La divina commedia (Die göttliche Komödie) schrieb, die in gewisser Weise satirisch gemeint ist.
Das Werk schildert seine Reise durch die Hölle (Inferno), zum Läuterungsberg (Purgatorio), bis hin ins Paradies (Paradiso). Die Hölle und das Paradies sind jeweils in Schichten (in jeweils neun konzentrischen Kreisen) unterteilt. Je näher man den engeren Kreisen kommt, umso sündiger bzw. heiliger sind die gestorbenen Seelen.
Dante ist dadurch so berühmt geworden, dass in einer der Hauptkirchen von Florenz ein Fresko zu seinen Ehren geschaffen wurde. Borgia indes tobt, nennt das Blasphemie und Ketzerei – Dante nur einfach dichterische Freiheit.
Tatsache ist, Dante ist so ziemlich der erste, der es gewagt hat, eine Satire auf die römische Kirche und ihren ganzen (schein]heiligen Bimm Bamm zu schreiben. Außerdem hat sein Tun verhindert, dass sich der Kirchenstaat Florenz einverleiben konnte. Egal wie sehr Borgia ihm mit Exkommunikation und Scheiterhaufen droht, Dante belächelt es nur müde. Dummerweise ist er aber nicht nur ein begnadeter Dichter, sondern auch ein gewandter politischer Gegner und Borgias Dorn im Fleisch. Was immer Alexander tun will – Dante weiß es schon vorher. Dass der jetzt mit Richelieu liebäugelt, weiß er auch längst. Hm, vielleicht sollte er den Franzmännern da drüben mal auf die Sprünge helfen ?.
Denn wie er selbst schreibt: "Geh deinen Weg und lass die Leute reden!"oder „Die dunkelsten Orte der Hölle sind für jene reserviert, die in Zeiten moralischer Krisen neutral bleiben“. Aber sein berühmtester Satz: "Lasst alle Hoffnung fahren, die ihr hier eintretet." (Der berühmteste Satz, der die Tore der Hölle markiert.) Ja, auf den Mund gefallen ist der Herr halt echt nicht…